Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

"Weihnachtsbaumsyndrom": Warum die Festtage Allergien verschlimmern können

Kaltes Wetter, Weihnachtsbäume und Staub: Was steckt hinter den Allergieausbrüchen im Winter?
Kaltes Wetter, Weihnachtsbäume und Staub: Was steckt hinter den Allergieausbrüchen im Winter? Copyright  Credit: Canva Images
Copyright Credit: Canva Images
Von Theo Farrant & AP
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Schimmelsporen, Staub und kalte Luft: Während draußen kaum Pollen fliegen, können Weihnachtsbäume und Deko drinnen Allergien auslösen. Expertinnen erklären, was hinter dem "Weihnachtsbaumsyndrom" steckt.

Weihnachten mag die "schönste Zeit des Jahres" sein, aber für viele bedeutet der Winter keine Pause von Allergien. Tatsächlich kann die Weihnachtszeit die Symptome sogar verschlimmern - selbst wenn die Pollen im Freien längst verschwunden sind.

Laut Dr. Victoria Nguyen, Allergologin und Immunologin am Wexner Medical Center der Ohio State University, ist die Verlagerung in die Innenräume ein Teil des Problems. Wenn die Temperaturen sinken, verbringen Menschen naturgemäß mehr Zeit drinnen - umgeben von häufigen Auslösern wie Hausstaubmilben und Haustieren.

Auch der Weihnachtsbaum kann dazu beitragen.

Frisch geschlagene Bäume können ruhende Schimmelsporen enthalten, die aktiv werden, sobald sie in warme Wohnungen gebracht werden - eine Reaktion, die manchmal als "Weihnachtsbaumsyndrom" bezeichnet wird.

Bei Menschen, die empfindlich auf Schimmel reagieren, kann dies juckende Augen, Niesen, Verstopfung oder sogar Atembeschwerden auslösen.

Auch künstliche Bäume sind nicht immer unproblematisch. Dekorationen, die auf Dachböden, in Garagen oder Kellern gelagert werden, sammeln im Laufe des Jahres oft Staub an - was beim Auspacken einen Schub an Symptomen auslösen kann.

Auch kaltes Wetter kann eine Rolle spielen. Obwohl es sich nicht um eine echte Allergie handelt, leiden manche Menschen an einer "vasomotorischen" oder nichtallergischen Rhinitis, bei der bereits kalte Luft eine laufende Nase oder sogar Nesselsucht auslösen kann, sagt Nguyen.

Wie kann man Winterallergien behandeln?

Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von einfachen Vermeidungsmaßnahmen - etwa dem Abwaschen von Dekorationen, dem Abwischen von Bäumen oder dem Einsatz von Luftreinigern - bis hin zu Medikamenten wie Antihistaminika oder Nasensprays.

Für eine längerfristige Linderung gibt es verschiedene Formen der Immuntherapie, darunter sublinguale Tabletten, Injektionen direkt in die Lymphknoten oder herkömmliche Allergiespritzen. Diese erfordern laut Nguyen eine "zwei- bis fünfjährige Behandlung", um den vollen Nutzen zu erzielen.

Experten empfehlen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sich die Symptome verschlimmern oder sich mit Basismaßnahmen nicht bessern.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Studie: Luftverschmutzung mindert Gesundheitsnutzen von Bewegung

Neue Malaria-Therapie könnte wachsende Medikamentenresistenz eindämmen

Erstmals: Britische und US-Chirurgen führen transatlantische Schlaganfall-OP durch