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Verdacht auf Giftstoff in Babymilch: Zwei Säuglinge in Frankreich gestorben

Die Justiz untersucht den Tod von zwei Säuglingen in Angers und Bordeaux, die angeblich verunreinigte Milch zu sich genommen haben.
Die Justiz untersucht den Tod von zwei Säuglingen in Angers und Bordeaux, die angeblich verunreinigte Milch zu sich genommen haben. Copyright  (AP Photo/Francois Mori)
Copyright (AP Photo/Francois Mori)
Von Euronews & agences
Zuerst veröffentlicht am
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Am Freitag behauptete die französische Gesundheitsministerin, dass alle verdächtigen Säuglingsmilchnahrungen vom Markt genommen worden seien. Parallel dazu wurde eine Untersuchung über den Tod von zwei Babys eingeleitet, die möglicherweise kontaminiertes Milchpulver konsumiert hatten.

Die Säuglingsmilch-Industrie ist in den vergangenen Wochen durch mehrere Rückrufaktionen großer Hersteller erschüttert worden. Betroffen sind unter anderem Nestlé, Danone und Lactalis. Grund ist der Verdacht, dass bestimmte Chargen mit Cereulid kontaminiert sein könnten – einem Toxin, das Erbrechen und Durchfall auslösen kann.

"Die möglicherweise kontaminierte Milch wurde vom Markt genommen", erklärte die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist. Nestlé hatte bereits am 6. Januar in mehreren europäischen Ländern Chargen seiner Säuglingsmilch vorsorglich zurückgerufen.

Parallel dazu ermitteln die Behörden in zwei Todesfällen, bei denen Säuglinge zuvor Nestlé-Milch konsumiert hatten. Ein zwei Wochen altes Baby starb am 8. Januar in Bordeaux, nachdem es Milch aus einer der zurückgerufenen Chargen erhalten hatte, wie die Staatsanwaltschaft der Stadt mitteilte.

Ein weiterer Säugling, 27 Tage alt, war bereits am 23. Dezember in Angers gestorben. Die Mutter hatte sich in dieser Woche an die Behörden gewandt und angegeben, ihr Kind habe ebenfalls Milch aus einer der betroffenen Chargen getrunken.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurde laut den französischen Behörden kein kausaler Zusammenhang zwischen der Babynahrung und ihrem Tod festgestellt.

Nestlé teilte mit, man kooperiere vollumfänglich mit den Ermittlern. Auch der französische Konzern Lactalis kündigte am Mittwoch an, in Frankreich und weiteren Ländern vorsorglich Produkte zurückzurufen, die möglicherweise Cereulid enthalten könnten. Den Lieferanten der betroffenen Zutat nannte das Unternehmen nicht.

Neben Frankreich sind auch zahlreiche weitere Länder betroffen, darunter Australien, Chile, China, Kolumbien, die Republik Kongo, Ecuador, Spanien, Madagaskar, Mexiko, Usbekistan, Peru, Georgien, Griechenland, Kuwait, Tschechien und Taiwan.

In Singapur riefen die Behörden am Samstag Säuglingsmilch der Marke Dumex zurück, die zum französischen Lebensmittelkonzern Danone gehört. Danone erklärte, betroffen seien lediglich "einige Paletten", die noch nicht in den Handel gelangt seien.

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