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Neue Studie: Mediterrane Ernährung senkt Schlaganfallrisiko bei Frauen

Eine neue Studie zeigt: Frauen, die sich mediterran ernähren, erleiden seltener einen Schlaganfall.
Eine mediterrane Ernährung senkt laut einer neuen Studie das Schlaganfallrisiko von Frauen. Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Frauen, die sich dauerhaft mediterran ernähren, erleiden seltener einen Schlaganfall. Das zeigt eine neue Studie.

Die Mittelmeerdiät gilt seit Langem als besonders gesund. Sie kann Demenz hinauszögern und das Herz stärken. Eine neue Studie zeigt nun: Sie senkt bei Frauen auch das Schlaganfallrisiko – um bis zu 25 Prozent.

Die Ergebnisse wurden in Neurology Open Access veröffentlicht, einem Fachjournal der American Academy of Neurology. Demnach kann eine Ernährung nach mediterranem Vorbild das Schlaganfallrisiko von Frauen deutlich verringern.

Frauen, die sich am strengsten an die Mittelmeerdiät hielten, erlitten insgesamt 18 Prozent seltener einen Schlaganfall. Ihr Risiko für ischämische Schlaganfälle lag 16 Prozent niedriger, für hämorrhagische Schlaganfälle sogar 25 Prozent.

Ein ischämischer Schlaganfall entsteht, wenn ein Gefäß verstopft und Teile des Gehirns nicht mehr durchblutet werden. Das ist die häufigste Schlaganfallform. Ein hämorrhagischer Schlaganfall wird hingegen durch Blutungen im Gehirn verursacht.

„Unsere Ergebnisse stützen die wachsende Evidenz, dass eine gesunde Ernährung entscheidend ist, um Schlaganfälle zu verhindern“, sagte Studienautorin Sophia S. Wang vom US-amerikanischen Krebsforschungszentrum City of Hope.

Sie betonte, Schlaganfälle gehörten zu den häufigsten Ursachen für Tod und Behinderung. Umso bemerkenswerter sei der Gedanke, dass eine Verbesserung der Ernährung das Risiko für diese verheerende Erkrankung senken könnte.

Die Studie weist darauf hin, dass Frauen über ihr Leben hinweg häufiger einen Schlaganfall erleiden als Männer. Ein Grund ist der starke Anstieg des Risikos nach der Menopause.

Frauen haben zudem im Schnitt häufiger typische Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.

Wie lief die Studie ab?

An der Untersuchung nahmen mehr als 105.600 Frauen teil. Zu Beginn der Studie waren sie im Durchschnitt 53 Jahre alt und hatten noch keinen Schlaganfall erlitten.

Die Teilnehmerinnen füllten einen Fragebogen zu ihren Essgewohnheiten aus. Daraus erhielten sie einen Punktwert von null bis neun, je nachdem, wie konsequent sie eine Mittelmeerdiät einhielten.

Nach dieser ersten Erhebung verfolgten die Forschenden die Frauen im Schnitt 21 Jahre lang weiter. In dieser Zeit registrierten sie 4.083 Schlaganfälle, darunter 3.358 ischämische und 725 hämorrhagische Schlaganfälle.

Die Autorinnen und Autoren verweisen auf einige Einschränkungen der Studie. Sie basiert auf Selbstauskünften, die nie vollständig exakt sind.

Sie betonen, dass weitere Untersuchungen nötig sind, um die Ergebnisse zu bestätigen und die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen. So ließen sich neue Wege finden, Schlaganfälle zu verhindern.

Weitere Vorteile der Mittelmeerdiät

Die Mittelmeerdiät setzt vor allem auf pflanzenbasierte Lebensmittel und gesunde Fette, insbesondere Olivenöl. Sie empfiehlt viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Fisch und Olivenöl und wenig Milchprodukte, rotes Fleisch und gesättigte Fette.

Eine aktuelle Studie brachte die Mittelmeerdiät mit einem geringeren Demenzrisiko bei Menschen mit genetischer Vorbelastung in Verbindung.

US-Forschende stellten fest: Wer sich mediterran ernährt, entwickelt seltener eine Demenz und zeigt einen langsameren geistigen Abbau.

Weitere nachgewiesene Vorteile sind gesünderes Zahnfleisch, eine bessere Kontrolle des Blutzuckers und weniger altersbedingter kognitiver Abbau.

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