Fußballikone David Beckham verbrachte in Doha einen Vormittag mit Schülerinnen und Schülern: viel Gelächter, Lektionen fürs Leben und Training auf dem Platz im Rahmen des Programms „Healthy Cities“.
David Beckham kam nicht, um vom Spielfeldrand zuzuschauen. Er kam, um mitzuspielen.
Die Fußballlegende stand gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der First Assalam School und von Sherborne Qatar auf dem Platz – eine Einheit, die sie so schnell nicht vergessen dürften. Zuerst kickte er mit den Jungen, dann ging er ohne Pause zurück aufs Feld zu den Mädchen und brachte in beide Spiele die gleiche Energie und den gleichen Zuspruch ein.
„Ich war früher mal Fußballprofi“, scherzte Beckham zur Begrüßung, bevor er Vereine wie Manchester United, Real Madrid und Paris Saint-Germain aufzählte und beiläufig erwähnte, dass er einmal Kapitän der englischen Nationalmannschaft war. Die Kinder brauchten keine Vorstellung, sie hörten von der ersten Sekunde an gebannt zu.
Bevor der Ball rollte, unterhielt sich Beckham mit den Kindern und fragte, was sie bisher gelernt hatten.
„Psychische Gesundheit“, sagte ein Schüler ganz selbstverständlich.
Daraus ergab sich ein lockeres Gespräch über gesunde Ernährung, viel Wasser und ausreichend Schlaf. Vor allem das Thema Schlaf sorgte schnell für Gesprächsstoff.
„Um acht Uhr?“, fragte Beckham. „Um neun Uhr“, kam die Antwort.
Beckham lachte und erzählte, dass selbst seine eigenen Kinder mit der Schlafenszeit kämpfen. In diesem Moment war das Eis zwischen der globalen Fußballikone und der Gruppe von zehn- bis zwölfjährigen Kindern endgültig gebrochen.
Mehr als ein Kurzbesuch
Der Besuch fand im Rahmen des Healthy Cities Schools Programme statt, einer Partnerschaft zwischen dem Gesundheitsministerium und der Generation Amazing Foundation. Die Idee dahinter ist einfach: Über Sport sollen Schülerinnen und Schüler gesündere Gewohnheiten entwickeln.
„Wir feiern das Ende dieses Zyklus unserer Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium“, sagte Nasser Al-Khori, Executive Director der Generation Amazing Foundation. „Wir arbeiten seit der Weltmeisterschaft an dieser Initiative.“
Die Beteiligten haben sechs Gesundheitsprobleme identifiziert, von denen Schulkinder besonders betroffen sind, erklärte er. Rund dreißig Lehrkräfte wurden geschult und setzen nun fußballbasierte Übungen zu diesen Themen an ihren Schulen um.
„Sie sind unsere Botschafterinnen und Botschafter in ihren Schulen und Gemeinden“, so Al-Khori. „Sie tragen diese Ideen weiter.“
Warum Vorbilder weiterhin wichtig sind
Wenn jemand wie Beckham zu diesem Umfeld stößt, kommt eine zusätzliche Ebene hinzu.
„Viele junge Menschen sehen in David ein Vorbild“, sagte Al-Khori. „Es ist wichtig, dass sie mit ihm sprechen können, Fragen stellen und hören, vor welchen Herausforderungen er stand und wie er sie überwunden hat.“
Al-Khori betonte, dass Beckham nicht nur kurz auftauche und dann wieder verschwinde.
„Er interessiert sich wirklich für sie. Er fragt nach ihrem Leben, nach der Schule. Das schafft eine ganz andere Dynamik.“
Für ein paar Stunden an einem Wintermorgen in Doha ging es nicht um Trophäen oder Auszeichnungen. Es ging um Fußball, um die schlichte Freude, wenn eine Legende bei deinem Spiel mitmacht – und um Geschichten, die die Kinder vermutlich noch jahrelang erzählen werden.