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Studie: Französische Kinder nehmen über Alltagskost zu viele Schwermetalle auf

Studie: Französische Kinder nehmen über Alltagslebensmittel zu viele Schwermetalle auf
Studie: Französische Kinder nehmen über Alltagskost zu viele Schwermetalle auf Copyright  Credit: Pexels
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Von Theo Farrant
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Eine neue französische Studie schlägt Alarm: Kinder nehmen über Alltagslebensmittel wie Frühstücksflocken, Gebäck, Brot und Fisch hohe Mengen an Schwermetallen und Acrylamid auf.

Kinder in Frankreich nehmen über ihre alltägliche Ernährung hohe Mengen an Schwermetallen und anderen chemischen Schadstoffen auf, warnen Forschende.

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Eine neue Studie der Französischen Agentur für Lebensmittel-, Umwelt- sowie Arbeitsgesundheit und -sicherheit (ANSES), bekannt als EAT3, hat ergeben, dass Cadmium, Aluminium und Quecksilber Gesundheitsrisiken bergen. Auch Blei und Acrylamid, eine Verbindung, die beim starken Erhitzen von Lebensmitteln entsteht, geben Anlass zur Sorge.

„Diese ersten Ergebnisse bilden Teil eins der TDS3-Studie (Total Diet Study)“, sagte Morgane Champion, Co-Koordinatorin der Untersuchung. „Die weiteren Teile zu anderen Gruppen von Lebensmittelkontaminanten werden in den kommenden Jahren veröffentlicht ... Für jede Gruppe werden wir gezielte Empfehlungen formulieren, vor allem um die Belastung durch Schadstoffe zu senken.“

Die Ergebnisse spiegeln zugleich eine wachsende Sorge in Europa über Schadstoffe in Lebensmitteln wider.

Wie lief die Studie ab?

Die Forschenden kauften zwischen Mai 2021 und August 2022 mehr als 700 Lebensmittelproben in Supermärkten und auf Märkten in drei französischen Regionen: Hérault, Loiret und Puy-de-Dôme.

Die Proben deckten mehr als 90 Prozent der typischen französischen Ernährung ab und wurden so zubereitet, wie sie üblicherweise verzehrt werden, bevor sie auf Schadstoffe untersucht wurden.

Im Anschluss kombinierten die Fachleute die Messergebnisse mit Daten zum Lebensmittelverzehr, um die Belastung der Bevölkerung und mögliche Gesundheitsrisiken abzuschätzen.

Wo sich die Schadstoffe finden

Cadmium fanden die Forschenden vor allem in Frühstücksflocken, Aluminium in Gebäck und süßen Keksen, Blei in Brot, Quecksilber in Fisch und Acrylamid in frittierten oder in der Pfanne gebratenen Kartoffeln.

Im Durchschnitt sind die Konzentrationen mehrerer Metalle im Vergleich zu früheren Erhebungen zwar gesunken. Bestimmte Lebensmittel wie Getreideprodukte, Gebäck und Teigwaren bleiben aber wichtige Quellen der Belastung über die Nahrung.

„Einige Lebensmittel, insbesondere süßes Gebäck und Kekse, enthalten nicht nur diese Spurenelemente, sondern haben auch einen geringen Nährwert“, sagte Studien-Co-Koordinatorin Véronique Sirot.

Gemüse wies zwar bei einigen Metallen etwas höhere Werte auf, doch sie betonte, dass dies „den unbestreitbaren ernährungsphysiologischen Nutzen von Gemüse nicht infrage stellt“.

Für Cadmium ergab die Studie, dass zwischen 23 und 27 Prozent der Kinder über drei Jahren die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge überschritten. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann Cadmium die Nierenfunktion beeinträchtigen.

76 Prozent der Kinder waren Aluminiumkonzentrationen ausgesetzt, die über dem toxikologischen Referenzwert lagen; bei Erwachsenen waren es 39 Prozent.

Die Quecksilberbelastung durch Fisch blieb im Vergleich zu früheren Studien weitgehend unverändert.

„Raubfische am Ende der Nahrungskette wie Thunfisch weisen die höchsten Konzentrationen an Methylquecksilber auf. Der Verzehr von Fisch bringt aber unbestreitbare ernährungsphysiologische Vorteile“, sagte Champion.

„Wir empfehlen zwei Portionen Fisch pro Woche, darunter eine Portion fetter Fisch, und raten dazu, sowohl die Arten als auch die Fang- oder Zuchtgebiete zu variieren.“

Teilweise Verbesserungen

Die Bleibelastung ging im Vergleich zu früheren Untersuchungen zurück – um 27 Prozent bei Kindern und 49 Prozent bei Erwachsenen. ANSES führt dies auf gesundheitspolitische Maßnahmen zurück, etwa das Verbot von verbleitem Benzin sowie von Blei in Farben und Wasserleitungen.

„Wasser ist nach wie vor eine wichtige Quelle unserer Bleiaufnahme, aber nicht die einzige: Auch Brot und Gemüse tragen dazu bei, bei Erwachsenen zudem alkoholische Getränke“, sagte Sirot.

Auch die Acrylamidgehalte sanken in wichtigen Produkten wie Kaffee, insgesamt bleibt die Exposition jedoch hoch.

Sorge in ganz Europa

Die Ergebnisse des ANSES-Berichts decken sich mit breiteren Sorgen in ganz Europa. Nach Angaben der EFSA kommen Schwermetalle wie Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber häufig in Lebensmitteln vor, insbesondere in Fisch und Meeresfrüchten.

Die Behörde weist darauf hin, dass anorganisches Arsen ein besonderes Risiko darstellt, weil es mit „Hautveränderungen, Krebs und Entwicklungsstörungen“ sowie mit „Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen des Glukosestoffwechsels und Diabetes“ in Verbindung steht.

Quecksilber in Raubfischen, Blei in Muscheln und Cadmium in Schalentieren bereiten ebenfalls große Sorge – vor allem im Hinblick auf schwangere Frauen und Kinder, die besonders empfindlich auf toxische Wirkungen reagieren.

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