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Studie: GLP-1-Abnehmmedikamente erhöhen leicht, aber real das Risiko für Haarausfall

Abnehm-Medikamente mit GLP-1: geringes, aber reales Risiko für Haarausfall
GLP-1-Abnehmmedikamente: geringes, aber reales Risiko für Haarausfall Copyright  Cleared/Canva
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Von Marta Iraola Iribarren
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Studie: Menschen unter GLP-1-Therapie haben zwar insgesamt ein geringes Risiko für Haarausfall, im Vergleich zu anderen Diabetesmedikamenten ist es jedoch deutlich höher.

Arzneimittel aus der Gruppe der Glucagon-like-Peptid-1-(GLP-1)-Rezeptoragonisten, die vor allem zur Behandlung von Diabetes vom Typ zwei und Adipositas eingesetzt werden, stehen offenbar mit einem deutlich höheren Risiko für Haarausfall in Verbindung als andere Diabetesmedikamente. Das zeigt eine neue Studie, die in The BMJ (Quelle auf Englisch) veröffentlicht wurde.

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Einige Menschen, die Semaglutid oder Tirzepatid einnehmen, berichten zwar nur selten über Haarausfall. Die neue Studie bestätigt, dass das Risiko insgesamt niedrig bleibt. Nach Ansicht der Autorinnen und Autoren kann dieses Wissen dennoch helfen, besser informierte Entscheidungen über die Behandlung zu treffen.

Wichtig ist nach Angaben der Forschenden: In den meisten beobachteten Fällen wuchs das Haar wieder nach, weil die Haarfollikel intakt blieben.

„Obwohl das absolute Risiko für eine klinisch dokumentierte Alopezie unter der Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten gering ist, kann der beobachtete Zusammenhang die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten sowie ihre Therapietreue und die Entscheidung, eine Behandlung zu beginnen oder fortzuführen, beeinflussen“, schreiben sie.

Das Forschungsteam wertete elektronische Gesundheitsdaten von Menschen aus, die wegen Diabetes vom Typ zwei Medikamente einnahmen. Darunter waren GLP-1-Präparate und zwei alternative Wirkstoffklassen: SGLT-2-Hemmer und DPP-4-Hemmer. Im Vergleich zu SGLT-2-Hemmern war das Risiko für Alopezie unter GLP-1-Rezeptoragonisten um 37 % erhöht; im Vergleich zu DPP-4-Hemmern lag es um 68 % höher.

GLP-1-Medikamente entwickelten Forschende ursprünglich zur Behandlung von Diabetes vom Typ zwei. Inzwischen verschreiben Ärztinnen und Ärzte sie auch zur Gewichtsreduktion, zur Senkung des kardiovaskulären Risikos und bei obstruktiver Schlafapnoe.

Die Wirkstoffe ahmen das Hormon Glucagon-like Peptid 1 nach, das der Darm nach dem Essen ausschüttet. Sie aktivieren Rezeptoren in der Bauchspeicheldrüse und regen dort die Insulinfreisetzung an. Im Gehirn helfen sie, den Appetit zu regulieren.

Die Autorinnen und Autoren betonen, dass rascher Gewichtsverlust und eine deutlich reduzierte Kalorienzufuhr bekannte Auslöser für vermehrten Haarausfall sind.

Auch hormonelle Veränderungen könnten eine Rolle spielen. Um die zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen, sind jedoch weitere Studien nötig. Eine strikte Kalorienbeschränkung kann außerdem den Körper unter Stress setzen und zu Mangel an Mikronährstoffen wie Eisen, Zink und Biotin führen, was den Haarwachstumszyklus stören kann.

Haarausfall führt in der Regel nicht zu körperlichen Schäden. Er kann jedoch erhebliche psychosoziale Folgen haben und das Selbstwertgefühl, die Lebensqualität und die Therapietreue beeinträchtigen, fügen die Autorinnen und Autoren hinzu.

Sie kommen zu dem Schluss, dass weitere Forschung nötig ist, um die mechanistischen Zusammenhänge zwischen GLP-1-Rezeptoragonisten, Gewichtsverlust und Haarausfall zu klären und die Patientengruppen zu identifizieren, die besonders gefährdet sind.

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