In Spanien ist Krebs bereits für 26,3 % aller Todesfälle verantwortlich. Immer mehr Menschen bedenken in ihren Testamenten soziale Projekte; 2025 erreicht das Interesse an solidarischen Verfügungen einen Rekordwert.
Krebs hat sich in Spanien zur häufigsten Todesursache entwickelt. Zugleich entscheiden sich immer mehr Menschen, einen Teil ihres Vermögens für die Krebsforschung zu testamentieren. Die Stiftung CRIS Contra el Cáncer berichtet, dass das Interesse an solidarischen Testamenten 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 49 % gestiegen ist. Der Trend hat sich in den vergangenen fünf Jahren nahezu verfünffacht.
Dieser Anstieg fällt in eine Phase, in der diese Form der Spende in Spanien allgemein zunimmt. Nach Daten der Plattform Haz Testamento Solidario verzeichnete man 2025 einen historischen Höchststand von 9.413 Menschen, die sich für diese Art von Vermächtnis interessierten. Im selben Jahr erhielten die beteiligten Organisationen 548 solidarische Testamente mit einem Gesamtwert von knapp 50 Millionen Euro.
Die Stiftung ordnet dieses Wachstum in einen Kontext ein, in dem Krebs in Spanien zur wichtigsten Todesursache geworden ist. Nach den jüngsten Zahlen des nationalen Statistikamts INE steht die Krankheit für 26,3 % aller Todesfälle. Seit drei Jahren ist sie damit landesweit die häufigste Todesursache.
Nach Erfahrung der Organisation sind drei von vier Menschen, die ein solidarisches Testament aufsetzen möchten, Frauen. Oft handelt es sich um Patientinnen, Überlebende oder Angehörige, die mit einer Krebserkrankung gelebt haben. In solchen Vermächtnissen finden sich häufig Wohnungen, Ersparnisse, Rentenpläne, Aktien oder landwirtschaftliche Grundstücke. In vielen Fällen teilen die Erblasser diese Werte zwischen ihren Erben und Forschungsprojekten auf.