Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Schiffswrack vor Sri Lanka: Nach dem Plastik die Ölpest?

euronews_icons_loading
Schiffswrack vor Sri Lanka: Nach dem Plastik die Ölpest?
Copyright  Eranga Jayawardena/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Von su mit dpa
Schriftgrösse Aa Aa

Chemie, Plastik und Öl im Meer: Angesichts eines drohenden Umwelt-Gaus vor Sri Lanka durch das Wrack eines ausgebrannten Frachters haben Umweltschützer die srilankische Regierung und die Betreiber des mit Chemikalien und Plastik beladenen Containerschiffs verklagt – es hatte fast zwei Wochen lang vor der Küste gebrannt, jetzt warnen internationale Experten vor einer möglichen Ölkatastrophe.

"SCHLIMMSTE MEERESKATASTROPHE"

Das private Zentrum für Umweltjustiz (Centre for Environment Justice, CEJ) machte beim Obersten Gerichtshof geltend, die lokalen Behörden hätten in der Lage sein müssen, die “schlimmste Meereskatastrophe” in der Geschichte Sri Lankas zu verhindern.

Nirmal Silva, Hafenmeister bei der Hafenbehörde von Sri Lanka:

„Die Experten, die hierher gekommen sind, sind der Meinung, dass das Öl verbrannt sei, aber wir können das nicht bestätigen. Ich meine, wir sagen nicht zu 100%, dass da kein Öl ist (...). Fast 36 Stunden nach dem Untergang des Schiffes sah es aber so aus: Wir haben noch keine Ölpest gesehen. Da hätten wir dann Glück gehabt."

Das in Singapur registrierte MS X-Press Pearl versinkt seit Mittwoch nach einem Feuer, das 13 Tage lang in Sichtweite der Küste wütete, langsam im Indischen Ozean.

Ein grüner Teppich umgibt das Schiffswrack, Tonnen von Mikroplastik-Granulat aus der Schiffsladung haben einen 80 Kilometer langen Strandabschnitt verseucht, er wurde für Anwohner gesperrt. Auch Fischen ist dort verboten. Bis zu 350 Tonnes Öltreibstoff werden noch an Bord vermutet.

Die srilankischen Behörden gehen davon aus, dass das Feuer durch austretende Salpetersäure verursacht wurde. Von dem Leck soll die Besatzung neun Tage vor Ausbruch des Feuers gewusst haben. Häfen in Katar und Indien hatten sich geweigert, das Schiff zu entladen.

su mit dpa