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Rätselraten um tote Wale: Starben sie wegen der Erdbeben in der Türkei und Syrien?

Gestrandeter Wal in Zypern
Gestrandeter Wal in Zypern Copyright Cyprus department of fisheries and marine research/PIO/Handout via REUTERS
Copyright Cyprus department of fisheries and marine research/PIO/Handout via REUTERS
Von Euronews mit Reuters
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In Zypern sind mehrere tote Wale angespült worden. Sind die Tiere wegen der Erdbeben in der Turkei und Syrien gestorben?

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Letzte Woche wurden an der Nordküste von Zypern mehrere tote Wale angespült.

Es wird vermutet, dass die Todesfälle mit den massiven Erdbeben in der benachbarten Türkei und Syrien zusammenhängen könnten.

Eine Gruppe von vier Schnabelwalen wurde am Donnerstag in Argaka in der Region Paphos gestrandet. Einheimischen gelang es, drei Tiere, die noch lebten, zurück ins Meer zu bringen. Der vierte starb nach Angaben der zyprischen Behörde für Fischerei und Meeresforschung.

Weitere sechs Wale wurden am Freitag zwischen Polis und Pachyammos tot aufgefunden. Es ist nicht bekannt, ob es sich dabei um die Wale handelt, die am Vortag ins Meer zurückgebracht worden waren.

Wie könnten die Erdbeben in Syrien und der Türkei mit dem Walsterben auf Zypern zusammenhängen?

Wale nutzen Unterwassergeräusche als wichtigstes Mittel zur Kommunikation und zur Beurteilung ihrer Umgebung. Meeresrauschen kann die Fähigkeit von tief tauchenden Walen beeinträchtigen, zu navigieren, Nahrung zu finden und Raubtieren auszuweichen.

Es wird vermutet, dass die seismischen Erschütterungen der jüngsten Erdbeben in der Türkei und in Syrien die Wale desorientiert haben könnten.

"Diese Tiere haben ein Echoortungssystem, das durch Meereslärm beeinträchtigt wird", erklärte Yiannis Loannou von der Abteilung für Fischerei und Meeresforschung gegenüber Sigma TV in Zypern. "Das können militärische Übungen, seismische Bohrungen oder natürlich das Erdbeben in der Region sein."

Die Mega-Erdbeben vom vergangenen Montag in der Türkei und in Syrien, bei denen Zehntausende von Menschen ums Leben kamen, waren auch auf der östlichen Mittelmeerinsel zu spüren.

Das Fischereiforschungsteam hat am Freitag Autopsieproben der Kadaver entnommen. Diese werden jetzt analysiert.

Welche Art von Walen wurde in Zypern angespült?

Die Behörden identifizierten die Wale als Ziphius cavirostris, besser bekannt als Cuvier-Schnabelwale. Diese tief tauchende Walart kann eine Länge von bis zu sieben Metern erreichen und zwei bis drei Tonnen wiegen.

Dies ist die größte Zahl von toten Walen, die in Zypern verzeichnet wurde, wo die Schnabelwale nur relativ selten gesichtet werden.

Frühere Strandungen von Cuvierwalen auf den Bahamas, in der Karibik, auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeer wurden nach Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) mit aktiven Marine-Sonaren in Verbindung gebracht.

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