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Um 25 Prozent nach oben: Deutschlandticket lässt Fahrgastzahlen im Nahverkehr steigen

Nahverkehrszug in Frankfurt am Main
Nahverkehrszug in Frankfurt am Main Copyright IMAGO/Jochen Tack via Reuters Connect
Copyright IMAGO/Jochen Tack via Reuters Connect
Von Euronews Green
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Günstige öffentliche Verkehrsmittel scheinen eine Selbstverständlichkeit zu sein, wenn es darum geht, Emissionen zu senken. Das Deutschlandticket untermauert dies mit starken Zahlen.

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Ein Programm zur Steigerung der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland wurde als "großer Erfolg" gefeiert. Das 49 Euro-Ticket hat zu einem Anstieg der Fahrgastzahlen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn um 25 Prozent geführt, so DB Regio-Chefin Evelyn Palla.

Mit dem im Mai eingeführten Deutschlandticket kann man so viele Busse und Nah- und Regionalzüge im ganzen Land nutzen, wie man möchte. Es umfasst auch das beliebte Berliner S-Bahn-Netz.

Im Vergleich zu den Fahrgastzahlen im April sei das Deutschlandticket "schon jetzt ein großer Erfolg", sagte Palla dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bezeichnete das Ticket in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur als "wirklich großen Erfolg".

Wie hat das Deutschlandticket die Reisegewohnheiten der Menschen verändert?

IMAGO/Wolfgang Maria Weber/REUTERS
Fahrgäste am Berliner Bahnhof SüdkreuzIMAGO/Wolfgang Maria Weber/REUTERS

Die Aufzeichnungen der Deutschen Bahn zeigen, dass die Deutschen seit dem 1. Mai das 49-€-Ticket nutzen, um "deutlich längere Strecken" zurückzulegen. Besonders beliebt sind im Sommer die Strecken an die Küste und in die Berge. Das deutet darauf hin, dass das Programm die Menschen zu einer nachhaltigeren Reiseentscheidung für ihren Urlaub bewegt.

Wie Palla einräumt, lässt sich der jüngste Anstieg der Fahrten zum Teil auch durch die saisonalen Schwankungen erklären: "Die Tatsache, dass die Züge im Mai und Juni voller waren als im April, ist auch auf die Feiertage und die Ferienzeit zurückzuführen." Die knapp drei Monate, in denen das Deutschlandticket jetzt zu erwerben ist, würden noch noch nicht ausreichen, "um ein genaues Bild zu zeichnen", so Palla.

Dennoch zeigen die Zahlen einen vielversprechenden Trend. In den knapp drei Monaten seit der Einführung habe der ÖPNV fast eine Million neue Kunden gewonnen, so Wissing.

"Und wir haben die Zahl der Abonnenten erhöht, die fest an den ÖPNV gebunden sind. Das heißt, es gibt nicht nur eine Gelegenheitsnutzung, sondern eine Alltagsnutzung."

Die Nachfrage nach dem Ticket ist nach wie vor hoch. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nutzten bis zum 20. Juni 9,6 Millionen Fahrgäste das D-Ticket-Abo.

Bleibt das 49-Euro-Ticket in Deutschland?

In einigen Regionen "fuhren die Leute so viel wie im 9-Euro-Sommer", sagte Palla dem RND. Im Rahmen des 9-Euro-Tickets, das von Juni bis August letzten Jahres galt, wurden 52 Millionen Tickets verkauft und schätzungsweise 1,8 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Obwohl es unglaublich beliebt war und erhebliche Vorteile für das Klima mit sich brachte, kostete das sehr günstige Ticket den Staat so viel, dass es nicht verlängert werden konnte.

Es ist fraglich, wie lange das diesjährige 49-Euro-Ticket Bestand haben wird. Doch Wissing schlägt einen hoffnungsvollen Ton an. Je mehr Abonnenten es gebe, desto billiger werde das Deutschlandticket auf lange Sicht, so der Verkehrsminister. "Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen das Ticket dauerhaft nutzen."

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