Europäische Gesundheitsbehörden sehen aromatisierte Instant-Nudeln als wahrscheinliche Quelle eines Salmonellaausbruchs, der mindestens 106 Menschen in 14 Ländern erkranken ließ.
Europäische Lebensmittel- und Gesundheitsbehörden melden einen Ausbruch von Salmonellen-Infektionen, der mit aromatisierten Instant-Nudelprodukten in Verbindung steht. Bestätigt sind 106 Fälle in 14 Ländern.
Betroffen sind vor allem Kinder und junge Erwachsene. Mindestens 49 Erkrankte mussten ins Krankenhaus, teilten die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten mit.
„Aromatisierte Nudelprodukte sind die wahrscheinlichste Quelle eines anhaltenden länderübergreifenden Ausbruchs. Hinweise verbinden die Fälle mit Produkten derselben Marke“, erklärten die beiden Agenturen.
Nach Angaben der europäischen Behörden gibt es Fälle in Österreich, Großbritannien, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Polen und Schweden.
Die Agenturen erklärten, dass die ergriffenen Maßnahmen, darunter Rücknahmen und Rückrufe in mehreren Ländern, die Wahrscheinlichkeit neuer, mit dem Ausbruch verbundener Infektionen „deutlich verringern“.
Epidemiologische Untersuchungen ergaben, dass die gemeldeten Fälle in Dänemark, Estland, Deutschland, Lettland und Litauen mit dem Verzehr aromatisierter Nudelprodukte derselben Marke zusammenhängen.
Den Namen des Anbieters nannten die Behörden nicht. Sie verwiesen jedoch darauf, dass Fälle mit Salmonella Stanley und weiteren Stämmen auf einen Hersteller in der Ukraine zurückgehen.
Reeva Foods verwies in einer Erklärung vergangene Woche auf einen „mutmaßlichen Nachweis“ von Salmonella Stanley in einer bestimmten Charge seiner Instant-Nudeln, die für den baltischen Markt bestimmt war und von Euro Food Service produziert wurde, einem ukrainischen Hersteller von Reeva-Produkten.
Das Unternehmen erklärte, es habe eine interne Untersuchung eingeleitet und die betroffenen Chargen zurückgezogen. Außerdem habe man zusätzliche Schritte unternommen, darunter unabhängige Labortests, Behördenprüfungen, Umweltkontrollen und weitere Vorsorgemaßnahmen.
„Die Sicherheit unserer Verbraucherinnen und Verbraucher hat oberste Priorität“, teilte Reeva mit. Das Unternehmen arbeite eng mit den zuständigen Behörden zusammen.
Zu den Symptomen einer Salmonellose gehören Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die Beschwerden dauern meist nur einige Tage an.
Die meisten Erkrankten erholen sich innerhalb einer Woche. Für kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Infektion jedoch schwer verlaufen.