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Ebola-Ausbruch im Kongo: EU schickt Experten, Kongo erhält Impfstoffe für Studien

Eine Pflegekraft zeigt eine Ampulle des Ervebo-Impfstoffs in einem Ebola-Impfzentrum in Bunia, Provinz Ituri, DR Kongo, am Samstag, 19. September 2026.
Eine medizinische Fachkraft hält in einem Ebola-Impfzentrum in Bunia in der Provinz Ituri im Kongo ein Fläschchen mit dem Ervebo-Impfstoff, Samstag, 19. September 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Zwei europäische Epidemiologen reisen ins Zentrum des aktuellen Ebola-Ausbruchs in der DR Kongo. Zugleich starten klinische Tests mit dem Ervebo-Impfstoff.

Zwei europäische Epidemiologinnen und Epidemiologen reisen ins Epizentrum des laufenden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo.

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Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) entsendet zwei Fachleute. Sie sollen „die Überwachung und die Gesamtreaktion auf den Ausbruch verstärken“, erklärte die Leiterin der EU-Behörde, Pamela Rendi-Wagner, am Montag in einer Pressemitteilung.

Das Zentrum unterstützt den Einsatz vor Ort seit Beginn des aktuellen Ausbruchs direkt. Seit Mai sind Fachleute im Auftrag des Africa CDC im Einsatz. Im Juni leitete das ECDC eine Bewertung der Ausreise-Kontrollen an Flughäfen in der DR Kongo und in Uganda. Weitere Expertinnen und Experten arbeiten inzwischen auch im Südsudan.

Nach aktuellen Angaben der Gesundheitsbehörden gibt es mehr als 7.600 bestätigte Infektionen, darunter über 3.670 Todesfälle. Fast acht von zehn Fällen werden in der Provinz Ituri registriert.

Der Ausbruch „hat bereits so viele Menschen das Leben gekostet“, sagte Rendi-Wagner.

Nach Einschätzung des ECDC bleibt das Risiko für Menschen in Europa sehr gering. Das Virus überträgt sich von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt mit Blut, Sekreten, Organen oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Auch kontaminierte Bettwäsche oder Kleidung können den Erreger weitergeben.

„Vereinzelte Einschleppungen“ in die Europäische Union sind möglich, teilte die Behörde mit. „Mehrere voneinander unabhängige Einschleppungen sind jedoch selbst in einem pessimistischen Szenario, in dem die Fallzahlen in den betroffenen Regionen weiter steigen, wenig wahrscheinlich.“

Ebola-Impfstoff Ervebo: Klinische Studie startet in Ituri

Am selben Tag mitteilte (Quelle auf Englisch) die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass in Ituri ein Forschungs-Impfprogramm mit dem Impfstoff Ervebo – dem bisher einzigen zugelassenen Ebola-Impfstoff – angelaufen ist. Geimpft werden Gesundheitskräfte und anderes Personal an vorderster Front, das einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist.

Für die Studie, die klären soll, ob der Impfstoff auch vor dem Bundibugyo-Virus schützt, stehen 20.000 Dosen Ervebo bereit. Dieses Virus löst den aktuellen Ausbruch aus; ein zugelassener Impfstoff oder eine spezifische Behandlung gibt es bislang nicht. Die Dosen sind Teil eines Kontingents von insgesamt 70.000 Impfungen, das den Behörden in der DR Kongo zur Unterstützung der Eindämmung und der begleitenden Forschung zur Verfügung steht.

Der Impfstoff erwies sich in der Vergangenheit als „hochwirksam“ gegen das Ebola-Zaire-Virus. Ob er auch einen „bedeutsamen Schutz“ vor der Ebola-Bundibugyo-Erkrankung bietet, die sich in der DR Kongo weiter ausbreitet, ist jedoch noch unklar, teilten die Vereinten Nationen in einer Pressemitteilung (Quelle auf Englisch) mit.

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