Ein australisches Start-up wird ab Ende September virtuelle Stadtführungen in Jerusalem anbieten - durch das Jüdische Viertel, wie es vor 2000 Jahren aussah.
Das jüdische Viertel von Jerusalems Altstadt mit anderen Augen sehen - das macht ein australisches Start-up möglich. Die virtuelle Realität ist auch bei Stadtführungen gefragt. Mit einem audiovisuellen Programm werden Besucher 2000 Jahre zurückgebeamt.
Die rund zwei Stunden dauernde 360-Grad-Erfahrung wurde in Zusammenarbeit mit staatlichen israelischen Archäologen ausgearbeitet.
Jerusalem-Stadtführer Eyad Haddad: "Ich habe das Privileg, Gruppen zu verschiedenen antiken Stätten zu führen, und sage immer: Ihr müsst eure Vorstellungskraft nutzen, um Archäologie zu verstehen. Das Gerät macht es einfacher, weil Experten vorgearbeitet und all ihre Informationen in dieser Erfahrung gebündelt haben. Wir sehen also zuerst den Ist-Zustand, nehmen dann das Gerät und werden in die Vergangeheit geworfen. Dann kann man alles im Originalzustand genießen."
Die virtuelle Tour wird vorerst auf das jüdische Viertel beschränkt, um politischen Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Ende September sollen die ersten High-Tech-Führungen beginnen. Ähnliche Projekte gibt es bereits in London, Rom und Athen.