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"Das Land jetzt verlassen": USA warnen ihre Bürger in Venezuela

Ein Anhänger des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro nimmt an einer Demonstration in Caracas, Venezuela, am 10. Januar 2026 teil.
Ein Anhänger des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro nimmt an einer Demonstration in Caracas, Venezuela, am 10. Januar 2026 teil. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rafael Salido
Zuerst veröffentlicht am
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Washington bekräftigt seine Reisewarnung und warnt vor willkürlichen Verhaftungen und Gewalt. Einigen Medienberichten zufolge sollen bewaffnete Milizen Straßensperren errichten, um nach US-Bürgern zu suchen.

Die Vereinigten Staaten haben ihre Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Venezuela angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage und der mangelnden konsularischen Unterstützung im Land "jetzt" zu verlassen, heißt es in einer Warnung der in Bogotá ansässigen US-Botschaft für Venezuela. Das Außenministerium hält die höchste Warnstufe für das Land aufrecht, Stufe 4: "Reisen Sie nicht", die seit 2019 in Kraft ist.

In seiner Erklärung warnt Washington vor "willkürlichen Verhaftungen, Folter in der Haft, Terrorismus, Entführungen, Kriminalität, zivilen Unruhen und einer schlechten Gesundheitsinfrastruktur" sowie vor zeitweiligen Strom- und Versorgungsausfällen. Seit März 2019 haben die USA ihr gesamtes diplomatisches Personal aus Caracas abgezogen und die konsularischen Dienste eingestellt, so dass sie ihren Staatsangehörigen keine Nothilfe leisten können.

Die Botschaft rät Amerikanern, die sich noch in Venezuela aufhalten, äußerste Vorsicht walten zu lassen, mehrere Kommunikationskanäle mit Familie und Freunden aufrechtzuerhalten und sich über Möglichkeiten zur Ausreise aus dem Land zu informieren. Einige kommerzielle Fluggesellschaften haben ihre Flüge wieder aufgenommen, obwohl die Verfügbarkeit von Tickets begrenzt sein kann.

Die US-Empfehlung erfolgt vor dem Hintergrund einer erhöhten politischen und sicherheitspolitischen Instabilität. Der Erklärung zufolge hat das Außenministerium Berichte über bewaffnete regierungsnahe Milizen, so genannte "Colectivos", erhalten, die angeblich Straßensperren errichten und Fahrzeuge durchsuchen, um US-Bürger zu identifizieren.

Seit der Festnahme von Nicolás Maduro durch die Trump-Administration haben die venezolanischen Behörden diese Warnungen zurückgewiesen und behaupten, das Land sei "ruhig und stabil". Washington beharrt jedoch darauf, dass die Gefahr für seine Bürgerinnen und Bürger nach wie vor hoch ist, und betont, dass es keine Kapazitäten hat, um ihnen vor Ort zu helfen.

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