Bei einer Polizeiaktion im Louvre-Museum ist ein groß angelegter Betrugsring zerschlagen worden. Das Museum wurde durch Unregelmäßigkeiten alarmiert und leitete Ermittlungen ein, die zur Festnahme von einem Dutzend Personen führten.
Es ist ein Fall, auf den der Louvre, vor allem seit dem "Raub des Jahrhunderts" Ende letzten Jahres, gut hätte verzichten können. Die Zeitung Le Parisien enthüllte, dass am Dienstag, den 10. Februar, eine groß angelegte Polizeiaktion durchgeführt wurde, um einen Betrugsring am Ticketschalter des Museums zu zerschlagen.
Es geht konkret um Verkauf von gefälschten Tickets und Überbuchungen von Führungen. Besonders Touristen mit chinesischer Staatsangehörigkeit waren demnach von diesen Betrügereien betroffen.
Das berühmte Pariser Museum hat den Polizeieinsatz bestätigt." Der Louvre hat die Unregelmäßigkeiten selbst gemeldet, was die Ermittlungen ausgelöst hat", argumentiert die Institution, die "die Existenz eines Netzwerks vermutet, das einen groß angelegten Betrug organisiert".
Das Museum erklärte, es sei "mit einem Anstieg und einer Diversifizierung der Betrügereien im Bereich des Kartenverkaufs konfrontiert. Diese Machenschaften haben die Museumsleitung dazu veranlasst, einen strukturierten Plan zur Betrugsbekämpfung einzuführen, der auf einer Kartierung der Betrugsfälle, einer Reihe von präventiven und kurativen (rechtlichen, technischen oder Kontroll-) Maßnahmen und einer Überwachung ihrer Ergebnisse beruht."
Bei der Polizeiaktion sollen neun Personen festgenommen worden sein, darunter zwei Museumsmitarbeiter und zwei Touristenführer, die verdächtigt werden, an dem Netzwerk beteiligt gewesen zu sein.
Außerdem wurden drei Fahrzeuge sowie 130.000 Euro Bargeld, fast 200.000 Euro auf Bankkonten und mehrere Bankschließfächer mit hohen Bargeldbeträgen beschlagnahmt.