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Valentinstag in Großbritannien - Brexit lässt grüßen

Valentinstag in Großbritannien - Brexit lässt grüßen
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Von Elena Cavallone
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Britischer EU-Austritt gefährdet Blumenhandel mit den Niederlanden

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Der Valentinstag naht, Zeit für Romantiker in Großbritannien Blumen sprechen zu lassen.

Es könnte das letzte Jahr sein - Brexit lässt grüßen.

Denn Blumen werden aus den Niederlanden importiert, also aus dem bald sehr fernen Europa.

Für den niederländischen Handel ein bislang einträgliches Geschäft. allein dreieinhalb Milliarden Rosen weren jedes Jahr ü ber die Nordsse nach Großbritannien geliefert.

“Die Züchter bringen die Blumen zu Auktionen, wo ich sie dann morgens versteigere . Die Lieferanten kaufen sie zum festgelegten Preis, von dem ich versuche, den besten zu erreichen", erklärt Erik Wasseanaat.

Er arbeitet am Königlichen Blumenmarkt in Amsterdam, dem größten Handelsplatz für Schnittblumen und andere Pflanzen der Welt.

Er hofft inständig, dass im Falle eines ungezügelten Brexit die Briten bereit sind, auch einen höheren Preis für Blumen zu bezahlen.

“Wenn der Preis an meiner Uhr 50 Cent beträgt, dann ist das der Preis. Aber dann kommen noch die Transportkosten nach Großbritannien hinzu - und neue Zölle."

Der Blumengroßmarkt ist ein betriebsamer Umschlagplatz.

Bislang eine gut geölte Maschine, die sich nach dem Brexit neuen Herausforderungen stellen muss.

Yme Pasma ist COO auf dem Großmarkt. Er sagt: “Wir wollen natürlich weiter nach Großbritannien liefern, aber es hängt wirklich vom Brexit-Szenario ab.

Wenn es ein harter Brexit wird, dann fallen wir zurück auf die Regeln der Welthandelsorganisation, und Großbritannien wird ein Drittland.

Dann brauchen wir mehr Zollbeamte, die Hygiene- und Qualitätskontrollen vornehmen.

Das ist der große Unterschied."

Die größte Sorge ist stets, ob die Ware pünktlich in den Geschäften landet.

Pasma: “Bei einer Sache haben wir Glück: Der britische Muttertag ist nur einen Tag nach dem Brexit. Bis dahin werden alle Blumen ausgeliefert sein, Mütter brauchen sich also keine Sorgen zu machen."

"Wir liefern Glück. Und natürlich ist jeder glücklich, wenn die Lieferung pünktlich ist", sagt

Marcus Pronk, der ein Familienunternehmen führt, dass 85 Prozent seiner Blumen nach Großbritannien liefert.

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Er macht sich große Sorgen über künftig lange Wartezeiten an den Grenzen.

“Bei einem harten Brexit gibt es einen zusätzlichen Papierkrieg und langwierige Grenzkontrollen. Ich weiß nicht, ob wir dann noch Bahntransporte haben werden. Das heißt, wir rechnen mit einem Extra-Tag mehr."

Das Unternehmen überlegt, zusätzliche Lastwagen-Fahrer anzuheuern, um mit Verspätungen fertig zu werden.

Unsicherheiten und Frust bei Marcus: “Wir wissen nicht, was passieren wird. Niemand weiß es."

Diese Rosen sind bereit, die Reise über die Nordsee anzutreten, um jemanden zum Valentinstag glücklich zu machen. Der Gedanke, dass nach dem Brexit alles viel schwieriger wird, macht diese Rosen noch besonderer.

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Journalist • Stefan Grobe

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