"Für alles verantwortlich": Frauen in der Krise sind doppelt im Stress

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Von Susan Dabbous
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Arbeiten von zu Hause mit Kindern ist nicht leicht - für manche Eltern ist es aber besonders schwer. Eine belgische Beratungs-Hotline bekommt mehr Anrufe von Frauen als von Männern

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Arbeiten von zu Hause mit Kindern ist nicht einfach - für manche Eltern ist es besonders schwer.

Irene Salvi, 34, Volkswirtin und Freiberuflerin entschied sich wieder zu arbeiten, als sie noch im Mutterschaftsurlaub war.

Dabei habe sie auch das Risiko überlegt, wegen der Coronavirus-Krise kurzfristig ihren Job zu verlieren und langfrisitg jede Perspektive.

Ihre männlichen Kollegen sagten es, wenn sie mit Kindern vollauf beschäftigt seien - etwas, das Frauen niemals sagen würden.

Denn Frauen fürchteten um ihre Glaubwürdigkeit.

Trotz der Hilfe ihres Mann fühlt sich Irene erschöpft.

Frauen seien für alles verantwortlich, für zwei, drei Mahlzeiten am Tag, für die Beschäftigung mit Kindern, sodass wenig persönliche Zeit bleibe.

Belgien hat eine Hotline für erschöpfte Eltern eingerichtet. Frauen rufen dort mehr an als Männer.

Man bekomme jede Woche Dutzende Anrufe von Menschen, die nervös und niedergeschlagen seien, sagt die Psychologin Caroline Maison.

Sie glaubten, nichts erreichen zu können und hätten Angst, dass sich diese Situation nicht ändere und dass sie damit nicht fertig würden.

Irene sagt, sie habe zwei Vollzeitjobs gleichzeitig. Und richtige Hilfe, so meint sie, leiste nur die Familie.

Journalist • Stefan Grobe

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