Nach Apple-Urteil: Brüssel will nicht aufgeben

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Von Joanna Gill
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Kommissions-Vizepräsidentin Vestager erklàrte, der Kampf gegen die Steuervermeidung sei ein Marathon und kein Sprint. Auch künftig werde gegen fragwürdige Steuer-Vereinbarungen ermittelt

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Der Sieg vor Gericht des US-Technologieriesen Apple hält die EU nicht davon ab, gegen fragwürdige steuerliche Vereinbarungen zu ermitteln.

Das erklärte Kommissions-Vizepräsidentin Margrete Vestager in Brüssel.

Man werde nun das Urteil analysieren und dann über weitere Schritte entscheiden, so Vestager.

Es sei aber klar, dass der Kampf gegen aggressive Steuervermeidung kein Sprint sei, sondern ein Marathon, der auch über Berge gehe.

Die Behörde hatte am Mittwoch eine herbe juristische Niederlage erlitten, nachdem der Europäische Gerichtshof Apple von einer Steuernachforderung über 13 Milliarden Euro befreit hatte.

Vor vier Jahren hatte die Kommission entschieden, dass Apple in Irland von Steuervorteilen profitiert habe, die gleichbedeutend mit illegalen Beihilfen gewesen seien.

Am Mittwoch kündigte die Behörde neue Maßnahmen im Kampf gegen die Steuerhinterziehung an, um die Wirtschaft der EU nach der Coronavirus-Krise zu stärken.

Journalist • Stefan Grobe

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