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Brexit: Belgien pocht auf Jahrhunderte altes Fischerei-Privileg

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Von Stefan Grobe
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Im Fischerei-Streit der Brexit-Verhandlungen pocht Belgien auf ein Privileg, dass Charles II. 1666 der Stadt Brügge gewährt hat. Dieses sieht den permanenten Zugang belgischer Fischer zu britischen Fangzonen vor.

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Einer der größten Knackpunkte in den Verhandlungen ist die Fischerei. Die Frage nämlich, wer darf wieviel Fisch wo fangen und verkaufen? Gibt es keinen Deal, wird jeder von den Fanggründen des jeweils anderen ausgeschlossen. Doch in Belgien könnte ein No Deal für die Fischer unerheblich sein. Grund ist ein Jahrhunderte altes Privileg, das es belgischen Fischern erlaubt, in britischen Gewässern zu fischen.

Dieses Privileg habe Charles der Zweite 1666 den Bürgern von Brügge gewährt, so Stadtarchivar Jan d'Hondt. Denn hier habe Charles einige Jahre zuvor im Exil verbracht, weil Cromwell seinen Vater exekutieren ließ. Charles fühlte sich Brügge also zur Dankbarkeit verbunden.

Der britische Standpunkt indes ist, dass jüngere Verträge das alte Privileg abgelöst haben. Doch angesichts des britischen Respekts vor Traditionen könnte dies falsch sein.

Großbritannien sei ein Land mit zahlreichen alte Traditionen und Gesetzen, etwa den Monarch Act aus dem 13. Jahrhundert, die nach wie vor gültig seien, so Jan d'Hondt. Das Gleiche könnte daher auch für das Fischerei-Privileg gelten.

Was auch passiert, Brexit wirft beide Seiten auf völliges Neuland.

Weitere Quellen • Chris Pitchers

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