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Vermisst in chinesischem Gefängnis - Uigurin kämpft um das Leben ihrer Schwester

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Von Stefan Grobe  & Pedro Sacadura
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Vermisst in chinesischem Gefängnis - Uigurin kämpft um das Leben ihrer Schwester
Copyright  Jacquelyn Martin/The Associated Press

Rushan Abbas' Kampagne zur Freilassung ihrer Schwester Gulshan aus einem chinesischen Gefängnis, hat Brüssel erreicht. Die im amerikanischen Exil lebende uigurische Aktivistin zeigte einen Dokumentarfilm über das Schicksal ihrer Schwester, die 2018 festgenommen wurde.

Rushan ist sich sicher, ihrer Schwester wurden terroristische Aktivitäten vorgeworfen.

"Ihr erstes Verbrechen: Sie ist Uigurin. Ihr zweites: Sie ist mit mit verwandt. Denn sie wurde festgesetzt, nur sechs Tage nachdem ich auf einer Podiumsdiskussion in Washington den Völkermord an den Uiguren und chinesische Konzentrationslager beschrieben habe."

Seit dem Verschwinden ihrer Schwester führt Rushan eine weltweite Mobilisierungskampagne. Damit will sie auf Chinas brutales Vorgehen gegen die Uiguren und andere moslemische Minderheiten aufmerksam machen. Am Vorabend der Olympischen Spiele in Peking ruft sie in Brüssel zu internationalem Handeln auf.

"Ich hoffe, dass sich wenigstens die europäischen Staaten auf einen diplomatischen Boykott verständigen. Es sollten keine Besuche hochrangiger Vertreter aus der EU den Völkermord und Xi Jinpings Macht legitimieren. Die chinesische Regierung verfolgt die Uiguren aus religiösen und kulturellen Gründen, weil wir einen Anspruch auf ein bestimmtes Stück Land in Xinjiang haben."

China weist den Vorwurf von Verletzungen der Menschenrechte der uigurischen Minderheiten zurück. Die Lager seien Umerziehungsanstalten, um Separatismus und Gewalt in Xinjiang zu bekämpfen.

Rushan verlangt indes weiterhin Antworten - doch das stößt in Peking auf taube Ohren.