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Frankreich wirft China Unterdrückung der Uiguren vor

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Von euronews
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Moschee in der Stadt Kaschgar (Xinjiang)
Moschee in der Stadt Kaschgar (Xinjiang)   -   Copyright  GREG BAKER/AFP or licensors
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Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian hat im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen China schwere Verfehlungen im Umgang mit der muslimischen Volksgruppe der Uiguren vorgeworfen. In einer Videoschalte sagte Le Drian:

„Aus der chinesischen Region Xinjiang erreichen uns übereinstimmende Zeugenaussagen und Akten, in denen über nicht zu rechtfertigende Handlungen Uiguren gegenüber sowie über einen fest verankerten, großangelegten Überwachungs- und Unterdrückungsapparat berichtet wird“, so Le Drian.

Die Mehrheit der Abgeordneten im kanadischen Parlament hatte sich gerade erst dafür ausgesprochen, Menschenrechtsverletzungen in der muslimisch geprägten Region Xinjiang als Völkermord einzustufen.

Die Menschenrechtsgruppierung Human Rights Watch berichtete, zwischen 2016 und 2019 seien in Xinjiang mindestens 250 000 Menschen verurteilt und inhaftiert worden.

Wang Wenbin, Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte: „Die genannte Organisation hatte schon immer viele Vorurteile, was Themen angeht, die China betreffen. Sie verbreitet oft Falschmeldungen, um China zu verleumden. Ihren Anschuldigungen sollte man nicht glauben."

Die chinesische Botschaft in Paris antwortete schriftlich auf die Vorwürfe des französischen Außenministers: Dank der Bemühungen der aus vielen Volksgruppen bestehenden Bevölkerung in Xinjiang habe es dort seit mehr als vier Jahren keinen Fall terroristischer Gewalt mehr gegeben. Die Menschen lebten dort glücklich in einer Gesellschaft, die sicher, stabil und zunehmend wohlhabend sei, ließ die chinesische Botschaft verlauten.

Eine Vertreterin von Human Rights Watch sagte, die Verhaftung und Inhaftierung von Muslimen in Xinjiang habe für weit weniger Aufmerksamkeit gesorgt als Berichte über politische Umerziehungslager.