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Jüngste Vergeltungsmaßnahme: Russland verbietet zahlreiche europäische Medien

Der russische Präsident Wladimir Putin ist auf Fernsehbildschirmen in einem Geschäft in Moskau zu sehen, 25. April 2013
Der russische Präsident Wladimir Putin ist auf Fernsehbildschirmen in einem Geschäft in Moskau zu sehen, 25. April 2013 Copyright AP Photo/Mikhail Metzel
Copyright AP Photo/Mikhail Metzel
Von Euronews
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Auf der Liste der verbotenen Sender stehen die französische Nachrichtenagentur AFP, die deutschen Medien Der Spiegel und FAZ sowie der italienische öffentlich-rechtliche Sender Rai.

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Als Vergeltung für das EU-Verbot von vier staatlich finanzierten Medien hat der Kreml den Zugang zu 81 europäischen Nachrichtensendern innerhalb Russlands blockiert. Das teilte das russische Außenministerium in einer Pressemitteilung mit.

Auf der Liste stehen unter anderem der französische Nachrichtendienst AFP, die deutschen Medien Der Spiegel und FAZ sowie der italienische öffentlich-rechtliche Sender Rai.

EU hat Ende Mai vier russische Medien wegen russischer Propaganda verboten

Ende Mai verbot die EU vier ihrer Ansicht nach mit dem Kreml verbundene Propagandanetzwerke, darunter Voice of Europe, die Nachrichtenagentur RIA und die Zeitungen Izvestia und Rossiyskaya Gazeta.

Seit dem russischen Angriffskrieg im Februar 2022 hat Russland zahlreiche unabhängige ausländische und inländische Sender verboten. Russland beschuldigte diese Medien "Propaganda" und "extremistische" Ansichten zu verbreiten.

"Wenn die Beschränkungen für russische Medien aufgehoben werden, wird die russische Seite auch ihre Entscheidung in Bezug auf die genannten Medienbetreiber überdenken", heißt es in der Pressemitteilung.

Pressefreiheit in Russland

Seit Russlands Krieg gegen die Ukraine im Februar 2022 werden unabhängige Journalisten und Medien immer stärker unterdrückt, viele wurden als "ausländische Agenten" eingestuft.

Schon vor dem Krieg war die Pressefreiheit in Russland in einer ernsten Lage. Seit Wladimir Putin 2000 erstmals Präsident wurde, hat sich die Lage stetig verschlechtert. Im Jahr 2023 lag Russland auf Platz 164 von 180 Ländern im Weltpressfreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen.

Die Einschränkungen umfassen ungelöste Morde an Journalisten, willkürliche Verhaftungen und zahlreiche Gesetze, die unabhängigen Journalismus kriminalisieren. Auch ausländische Journalisten sind von diesen Maßnahmen betroffen.

Die Schließung unabhängiger Medien und die Blockierung von Webseiten sind Teil einer umfassenden Zensurpolitik. Trotz dieser schwierigen Bedingungen setzen einige mutige Journalisten ihre Arbeit fort, wohl wissend, dass sie ihre Freiheit riskieren.

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