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"Tor der Progressiven in Brüssel einreißen“: Europas Rechte sammelt sich hinter Orban

CPAC Ungarn 2026
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Von Gábor Tanács
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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CPAC Hungary findet zum fünften Mal in Ungarn statt - finanziert auch mit Geldern der Regierung. Mit dabei war Alice Weidel von der AfD.

Das CPAC Hungary, ein Treffen der US-amerikanischen kulturellen Rechten, findet zum fünften Mal in Ungarn statt – ausgerichtet vom mit öffentlichen Geldern finanzierten Center for Fundamental Rights. Die Veranstaltung dient traditionell dazu, Verbindungen zwischen Donald Trumps MAGA-Bewegung und Viktor Orbáns Anhängern zu knüpfen. Spitzenpolitiker aus den USA sind jedoch stets ferngeblieben.

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In diesem Jahr kamen stattdessen vor allem Viktor Orbáns europäische Verbündete, wie Alice Weidel von der deutschen AfD, Herbert Kickl von der österreichischen Freiheitlichen Partei und Santiago Abascal, der Vorsitzende der spanischen Vox.

Die europäischen "Patrioten" veranstalten am Montag auch eine Sonderkundgebung in Budapest, um ihre Unterstützung für Viktor Orban zu demonstrieren.

Die Eröffnungsrede auf dem CPAC hätte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis halten sollen. Er kam jedoch wegen eines Brandanschlags auf eine Waffenfabrik, in der Drohnen für die Ukraine hergestellt werden, nicht nach Ungarn.

Die Eröffnungsrede hielt dann der georgische Ministerpräsident Irakli Kobachidse, der 2024 in von Vorwürfen des Wahlbetrugs als Kandidat der prorussischen Partei Georgischer Traum an die Regierung kam. Der bekannteste Name auf der Gästeliste ist Javier Milei, der ultraliberale Präsident Argentiniens.

Die ungarische Regierungspartei Fidesz hatte große Hoffnungen, dass Donald Trump Ungarn vor der Wahl besuchen würde, um sein Bündnis mit Viktor Orban zu demonstrieren. Diesmal schickte der US-Präsident allerdings nur eine Videobotschaft, und auch sein Vizepräsident J.D. Vance reiste nicht an. Doch Ungarns Außenminister Péter Szijjártó sagte, er werde Anfang April kommen.

In seiner Videobotschaft war Trump voll des Lobes für Viktor Orbán und erklärte, dass er ihn bei den ungarischen Wahlen am 12. April eindeutig unterstützen werde.

"Ihr müsst verstehen, dass er immer gewinnt, das ist ein gemeinsamer Charakterzug von uns allen, wir wollen alle gewinnen. Fair, zu gleichen Bedingungen - aber entscheidend", sagte der US-Präsident.

"Sieg von Trump hat die Welt zu einem besseren Ort gemacht"

Orbán begann seine Rede mit den Worten, dass der Wahlsieg Trumps die Welt zu einem besseren Ort gemacht habe. "Gender und Woke sind zurückgetreten, das Christentum kann mit Stolz umarmt werden, (...) die progressive Zensur ist vorbei. Ohne Vergeltungsmaßnahmen können wir sagen, dass wir keine Migration wollen. Die grüne Raserei ist gebremst, die geschaffene Welt kann nur noch im Einklang mit wirtschaftlichen Interessen erhalten werden."

Laut Viktor Orbán findet derzeit international eine gewaltige rechte Neuordnung statt, "deren Epizentrum die Vereinigten Staaten sind, und Ungarn ist der Vorposten Europas". Lange Zeit habe man geglaubt, dass "die internationale Organisation der nationalen Kräfte keinen Sinn macht. Inzwischen haben wir unsere Meinung geändert. Wir haben erkannt, dass wir auch in einem internationalen Rahmen denken müssen, wenn wir die fortschrittlichen Globalisten besiegen wollen".

Viktor Orbán sagte, die EU-Institutionen seien die letzten Bastionen der progressiven Linken in der Welt, in denen sie fest verankert seien. (Die meisten EU-Länder werden von Mitte-Rechts-Parteien regiert.) Ein wichtiges Ziel der progressiven Linken, wie Orbán sie nennt, besteht seiner Meinung nach darin, die so genannten patriotischen Kräfte - in der Regel rechtsextreme, manchmal aber auch liberale nationalistische und populistische Parteien - von der Macht fernzuhalten. Das wichtigste Schlachtfeld in diesem Kampf, so Orbán, sei derzeit Ungarn.

"Wir befinden uns auf einem heimischen, aber schwierigen Terrain", sagte der ungarische Ministerpräsident. "Einem heimischen Terrain, weil Ungarn seit 16 Jahren die stärkste Bastion der nationalkonservativen Kräfte in der Europäischen Union ist. Und einem schwierigen Terrain, weil der größte Sieg für die Progressiven darin bestünde, diese Bastion zu stürzen."

"Meine Freunde, es steht mehr denn je auf dem Spiel: Wenn wir hier gewinnen, werden wir nicht nur Ungarn verteidigen, sondern auch das Tor der Progressiven in Brüssel einreißen. Wir werden diese Wahl gewinnen, und dann werden wir nicht aufhören, sondern weitermachen", versprach Orbán.

Die anderen CPAC-Hauptredner waren Geert Wilders, Alice Weidel, die in den vergangenen Monaten mehrmals nach Budapest gereist ist, und Herbert Kickl.

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