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Meet My Mama: das Startup, das Hausköchinnen und -köche zu erfolgreichen Unternehmern macht

Meet My Mama: das Startup, das Hausköchinnen und -köche zu erfolgreichen Unternehmern macht
Copyright  Euronews
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Von Valérie Gauriat
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In Paris macht Meet My Mama aus unentdeckten Hausköchinnen und -köchen erfolgreiche Küchenprofis und Unternehmer– mit hochwertigem Catering und einer klaren sozialen Mission. Euronews-Reporterin Valérie Gauriat traf die Gründer und Köche, um über ihre außergewöhnlichen kulinarischen Wege zu sprechen

„Das sind Mini-Quiches mit Maniok und Okra, serviert mit einer Mango-Currysauce. Und hier drüben: Hähnchenspieße, mariniert in Mafé.“ In ihrer Küche in der Cité Fertile, einem angesagten „dritten Ort“ am Rand von Paris, bereitet Marie-Clarisse ein Tablett mit eleganten Häppchen für eine prestigeträchtige Abendveranstaltung in der Hauptstadt vor.

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„Ich habe französische Kochtechniken gelernt, um die Zutaten aus meiner Heimat zu präsentieren“, sagt sie. „Es ist eine Brücke zwischen dem Kongo und Frankreich.“

Diese Brücke ist auch persönlich. Marie-Clarisse und ihre Familie flohen Ende der 1990er-Jahre vor dem Konflikt im Kongo-Brazzaville und suchten in Frankreich Zuflucht. Heute ist sie Köchin und Unternehmerin mit ihrem eigenen Catering-Unternehmen „Maison Kolia“.

In einer anderen Küche des Standorts bereitet Milena eine raffinierte Nikkei-Ceviche zu. Die gebürtige Französin mit peruanischen Wurzeln arbeitete früher als Finanzprüferin, bevor sie Tabellen gegen Kochutensilien eintauschte. „Ich wollte die peruanische Küche bekannter machen“, erklärt sie und führt heute ebenfalls ihr eigenes Catering-Unternehmen, „Wankas“.

Milena und Marie-Clarisse sind nur zwei von vielen Frauen, die mit Meet My Mama – einem schnell wachsenden Foodtech-Startup mit sozialem Anspruch – ihre Geschichten neu schreiben.

Das Unternehmen wurde vor fast acht Jahren von Loubna Ksibi, Donia Souad Amamra und Youssef Oudahman gegründet. Seine Idee: oft übersehene kulinarische Talente in erfolgreiche Unternehmen zu verwandeln.

„Die Idee entstand aus unseren eigenen Geschichten“, sagt Oudahman. „Wir sind mit Frauen aufgewachsen, die unglaubliche Fähigkeiten hatten, ohne zu wissen, dass sie daraus eine Karriere machen können“, erklärt er. „In der Gastronomie sind 80 bis 90 % der Führungspositionen noch immer von Männern besetzt. Wir wollen nicht nur Raum für diese Frauen schaffen – wir wollen sie in Spitzenpositionen sehen.“

Die „Mama Academy“ des Unternehmens vermittelt sowohl kulinarische Fähigkeiten als auch unternehmerisches Grundwissen. „Es geht nicht nur um wirtschaftliche Integration“, sagt Ksibi. „Wir wollten, dass diese Frauen selbstständige Unternehmerinnen werden und glänzen können.“

Bis heute haben rund 80 Frauen über die Plattform ihr eigenes Catering-Unternehmen gegründet und beliefern Veranstaltungen, die Meet My Mama akquiriert.

„Wir geben Köchinnen die Möglichkeit, selbstbestimmt zu handeln“, sagt Amamra. „Und sie tragen das in ihre Familien und Gemeinschaften weiter – die indirekten Auswirkungen sind enorm.“

Und das Konzept geht auf. Mit mehr als 600 Veranstaltungen pro Jahr bedient Meet My Mama große Unternehmen und internationale Events und strebt nun weiteres Wachstum über Frankreich hinaus an.

Für Ksibi ist das Modell selbstverstärkend: „Je mehr Aufträge wir haben, desto größer ist unsere Wirkung. Und je größer die Wirkung, desto mehr Aufträge folgen“, sagt sie. „Wir gehören inzwischen zu den führenden Caterern in Paris. Wie weit wir noch gehen werden, wissen wir nicht. Aber wir haben gemeinsam bereits Großes erreicht – und wir werden weitermachen.“

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