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Ex-NATO-Vizechef warnt: Europa braucht besseren Schutz vor russischen Drohnen

Mircea Geoană, ehemaliger stellvertretender NATO-Generalsekretär
Mircea Geoană, ehemaliger stellvertretender NATO-Generalsekretär Copyright  Euronews
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Von Méabh Mc Mahon & Angela Skujins
Zuerst veröffentlicht am
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Exklusiv: Ex-NATO-Vize Mircea Geoană mahnt, das Bündnis brauche nach dem jüngsten Vorstoß auf rumänisches Territorium stärkere bodennahe Luftabwehr gegen Drohnen.

Der frühere stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoană fordert deutlich bessere Abwehrsysteme in Europa gegen Drohnen. Die rumänische Stadt Galați lebe nach dem Eindringen einer mit Sprengstoff bestückten russischen Drohne mit Sprengstoff am Freitag noch immer im Zustand des „Schocks“, sagte er.

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Ende vergangener Woche stürzte ein unbemanntes Luftfahrzeug in ein Wohnhaus in der südostrumänischen Hafenstadt nahe der Grenze zur Ukraine, löste einen Brand aus und verletzte zwei Menschen.

Die rumänische Regierung machte Moskau für den Vorfall verantwortlich, erklärte den russischen Konsul in Constanța zur persona non grata und schloss das Konsulat.

In den vergangenen Wochen sind mehrfach Drohnen in den europäischen Luftraum eingedrungen und haben in den Baltischen Staaten für Unruhe gesorgt. Es ist jedoch der erste Vorfall, bei dem Rumänen verletzt wurden.

„Der Schock über das russische Eindringen und die Explosion an einem Wohnblock in Galați sitzt noch immer tief“, sagte Geoană am Montag im Euronews-Programm Europe Today.

„Galați ist eine große Industriestadt an der Donau. Auf der anderen Seite des Flusses liegt die Ukraine, und Russland greift die Infrastruktur auf der ukrainischen Seite ständig an“, sagte er.

Kreml winkt ab

Russlands Präsident Wladimir Putin weist jede Verantwortung für den Drohnenabsturz zurück. Zugleich deutete der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, an, dass weiter Drohnen in den europäischen Luftraum geraten könnten. „Der friedliche Schlaf ist vorbei“, schrieb er.

Die Sorge in Bukarest habe sich in mehr als vier Jahren seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer weiter aufgebaut, sagte Geoană. Rumänien liege nahe an der Front. Geoană gehörte von 2019 bis 2024 zur Nato-Spitze und war von 2000 bis 2004 rumänischer Außenminister.

Ein rumänischer Kampfjet der Nato-Mission zur Luftraumüberwachung über dem Baltikum hatte am 19. Mai eine in den estnischen Luftraum eingedrungene Drohne erfolgreich abgeschossen. Auf die Frage, warum dies am Freitag in Rumänien nicht gelang, sagte Geoană, das Militär habe „nicht genug Zeit oder Raum zum Schießen gehabt“.

Sorge in Bukarest

Das rumänische Verteidigungsministerium ließ zwar zwei F-16-Kampfjets aufsteigen, doch General Gheorghe Maxim erklärte, den Kräften seien nur vier Minuten geblieben – zu wenig, um die Drohne abzuschießen.

Der Vorfall zeige erneut, wie dringend sich die Nato besser gegen diese Form moderner Kriegführung im niedrigen Luftraum wappnen müsse, so Geoană.

„Wir müssen deutlich mehr tun, um die passende Luft- und Raketenabwehr für die Nato insgesamt zu finden“, erläuterte er.

Für mittlere und große Höhen gebe es bereits Systeme, sagte er: Patriot-Raketen, F-16 und F-35-Einsätze der Nato. „Für diese Bedrohungen in sehr niedriger Flughöhe kann man Systeme beschaffen. Entscheidend ist nur, dass die Prioritäten richtig gesetzt werden.“

Das vollständige Interview sehen Sie im Player oben.

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