Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Exil-Prinz Reza Pahlavi in Berlin mit Tomatensaft beworfen

Iran's Reza Pahlavi, exiled son of Shah Reza Pahlavi, is protected by security after he was attacked with a red fluid, following a news conference in Berlin, Germany
Iran's Reza Pahlavi, exiled son of Shah Reza Pahlavi, is protected by security after he was attacked with a red fluid, following a news conference in Berlin, Germany Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Der Sohn des Schahs und derzeitiger Hoffnungsträger insbesondere vieler Exil-Iraner ist in Berlin mit einer roten Flüssigkeit angegriffen worden. Er hatte gerade eine Pressekonferenz verlassen, als es vor dem Gebäude zu dem Vorfall kam. Die soßenartige Substanz traf Pahlavi an Schulter und Hals.

Der im Exil lebende iranische Kronprinz Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten Schahs, ist in Berlin mit einer roten Flüssigkeit beworfen worden.

WERBUNG
WERBUNG

Pahlavi hatte gerade eine Pressekonferenz verlassen, in der er den Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran kritisierte, als sich der Vorfall vor dem Gebäude der Bundespressekonferenz ereignete.

Er blieb offenbar unverletzt, obwohl Rücken und Nacken seines Sakkos von der Flüssigkeit bedeckt waren. Vor seiner Abfahrt in einem Auto winkte er noch seinen Unterstützern zu.

Von iranischer Seite hieß es, dass es sich bei der Flüssigkeit vermutlich um Tomatensaft handele.

Der mutmaßliche Täter wurde noch vor Ort festgenommen. Ein Polizeisprecher erklärte, dass der Mann derzeit zu seiner Identität und seinen Beweggründen befragt wird.

Zuvor hatte Pahlavi sich deutlich zur politischen Lage im Iran geäußert. Insbesondere die Waffenruhe zwischen den USA und Teheran betrachtet er kritisch. Seiner Ansicht nach basiere der Deal auf der Annahme, dass sich das iranische Regime plötzlich wandeln werde. "Ich sehe nicht, dass das passiert", sagte Pahlavi. Die Diplomatie habe bereits "ausreichend Chancen" erhalten.

Er rief mehrfach zum Sturz des Regimes auf.

Bei seinem Aufenthalt in Berlin spielt Reza Pahlavi politisch keine offizielle Rolle. Offizielle Treffen mit Mitgliedern der Bundesregierung sind nicht vorgesehen. Für den im Exil lebenden Iraner ist das ein Affront; er bezeichnete es in der Pressekonferenz als "Schande", dass niemand aus der Regierung Gesprächsbereitschaft gezeigt habe.

Pahlavi wird jedoch Gespräche mit Bundestagsabgeordneten führen, darunter auch mit Armin Laschet (CDU), dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses. Falls das Regime im Iran tatsächlich stürzen sollte, was derzeit weniger wahrscheinlich erscheine als noch zu Jahresbeginn, könnten sich "viele auf ihn verständigen", so Laschet.

Pahlavi ist der Sohn des letzten Schahs, der 1979 infolge von Massenprotesten aus dem Land vertrieben wurde. Seit fast 50 Jahren lebt er im Exil in den Vereinigten Staaten.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Kampf in der Ostsee: Wird Wal Timmy für Ruhm und Wählerstimmen missbraucht?

EU beschließt neue Sanktionen gegen Russland, aber kein Verbot für Öltanker

Drohnen-Hersteller über Imagewandel: Rüstung früher "nah an Alkohol, Tabak, Glückspiel"