Die Kommission bewertet das Gesetz über digitale Märkte (DMA) als "zweckmäßig". Kritiker sehen aber Probleme bei der Umsetzung, das Parlament fordert eine bessere Anwendung der Regeln. Wie das DMA Online-Plattformen reguliert, erklärt der Euronews KI-Chatbot.
Am 28. April erklärte die Kommission, das Gesetz über digitale Märkte (DMA) eröffne "neue Möglichkeiten für Unternehmen und Entwickler und gebe den Nutzern zugleich mehr Kontrolle über ihre Erfahrungen und Geräte".
Angesichts des Drucks von außen auf das DMA forderte das Parlament während seiner Plenartagung vom 27. bis 30. April eine bessere Durchsetzung des Gesetzes.
Die Kommission stützte ihre Überprüfung auf mehr als 450 Beiträge aus öffentlichen Konsultationen, die zwischen Juli und November 2025 eingingen.
Laut einem Eurostat-Bericht aus dem Jahr 2025 nutzten 93 Prozent der Europäer im Jahr 2024 Internetplattformen. Das hohe Nutzeraufkommen verschafft großen Online-Plattformen eine beherrschende Stellung und macht sie zu "digitalen Torwächtern" zwischen Millionen von Nutzern und dem Rest der digitalen Wirtschaft.
Der Begriff verweist auf ihre große Marktmacht, die es ihnen ermöglichen kann, Endnutzern unfaire Bedingungen aufzuerlegen, etwa durch die Kontrolle von Daten oder die Beeinflussung des Wettbewerbs.
Die Kommission bezeichnete Alphabet, Amazon, Apple, ByteDance, Meta, Microsoft und Booking als "Gatekeeper" und stufte 23 ihrer Online-Dienste als "Gateways" ein.
Seit November 2022 zielt das DMA darauf ab, die Macht großer Online-Plattformen zu begrenzen und digitale Märkte fairer, wettbewerbsfähiger und offener für Innovatoren, Unternehmen und neue Marktteilnehmer zu machen.
Es verpflichtet große Online-Plattformen zu bestimmten Vorgaben und Verboten im Voraus, anstatt erst nachträglich über das klassische EU-Wettbewerbsrecht einzugreifen.
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