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Zehn Prozent mehr für Europa? Der EU-Haushalt von 2028 bis 2034 erklärt

Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, spricht bei einer Pressekonferenz am Rande eines EU-Gipfels in Brüssel am Donnerstag, 19. März 2026.
Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, spricht auf einer Pressekonferenz beim EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag, 19. März 2026. Copyright  AP Photo/Omar Havana
Copyright AP Photo/Omar Havana
Von Elisabeth Heinz
Zuerst veröffentlicht am
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Das Europäische Parlament fordert zehn Prozent mehr für den EU-Haushalt 2028 bis 2034. Geplant sind mehr Mittel für Kohäsion, Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit sowie 60 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen pro Jahr. Details erklärt der Euronews-KI-Chatbot.

Am 28. April hat das Europäische Parlament seine Position zum EU-Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034, dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), förmlich beschlossen. 370 Abgeordnete stimmten dafür, 201 dagegen, 84 enthielten sich.

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Laut einem Bericht des Forschungsdienstes des Europäischen Parlaments vom April 2026 fordern die Abgeordneten, den ursprünglichen Haushaltsentwurf der Kommission vom 16. Juli 2025 um zehn Prozent aufzustocken. Der Vorschlag der Kommission hatte ein Volumen von knapp zwei Billionen Euro.

Das Parlament will die Mittel gleichmäßig auf drei Schwerpunktbereiche verteilen: Kohäsion und Landwirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit sowie Außenpolitik. Rückzahlungen für NextGenerationEU in Höhe von 149,3 Milliarden Euro, gemessen in Preisen von 2025, sollen nicht auf die Ausgabenobergrenzen angerechnet werden.

Die Abgeordneten drängen auf einen ambitionierteren Haushalt. Sie unterstützen getrennte Mittel in Höhe von 385,12 Milliarden Euro für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU sowie einen Gesamtetat von 274,34 Milliarden Euro für die Kohäsionspolitik. Regionen und Kommunen sollen dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Für den Bereich Wettbewerbsfähigkeit fordern die Abgeordneten zusätzlich 62,08 Milliarden Euro zu den von der Kommission vorgeschlagenen 522,2 Milliarden Euro. Darunter fallen auch 26,6 Milliarden Euro für den Europäischen Wettbewerbsfonds. Außerdem verlangt das Parlament mehr Geld für Programme wie Horizont Europa und die Fazilität "Connecting Europe". Die Mittel für EU4Health und LIFE sollen klar abgeschirmt werden.

Auch beim auswärtigen Handeln will das Parlament nachbessern. Die Abgeordneten fordern 21,24 Milliarden Euro mehr als die von der Kommission vorgeschlagenen 190 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt soll stärker auf Erweiterung, Unterstützung für die Ukraine, multilaterale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe gelegt werden.

Zudem unterstützt das Parlament den Plan der Kommission, die EU-Einnahmen künftig breiter aufzustellen. Vorgesehen ist ein "Korb" unterschiedlicher Eigenmittel. Die Abgeordneten fordern darüber hinaus zusätzliche Einnahmequellen, etwa eine Abgabe auf digitale Dienste.

Die Verhandlungen können beginnen, sobald alle Beteiligten ihre Positionen festgelegt haben. Im Rat sollen die Staats- und Regierungschefs beim Gipfel am 18. und 19. Juni über den Haushalt beraten.

Sie möchten wissen, was der ursprüngliche Vorschlag der Kommission vorsieht? Fragen Sie den Euronews-KI-Chatbot!

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