Die EU und Mexiko wollen ihr modernisiertes Handelsabkommen unterzeichnen und damit neue Handelsbarrieren abbauen. Inmitten wachsender globaler Spannungen und neuer USMCA-Verhandlungen setzt Brüssel auf engere Wirtschaftsbeziehungen mit Mexiko.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat am Donnerstag gesagt, dass das modernisierte Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko bestehende Handelsbarrieren abbauen soll. Das sei besonders wichtig in einer Zeit, in der viele Länder wieder stärker auf Abschottung und Protektionismus setzen.
Die EU und Mexiko wollen das überarbeitete Abkommen am Freitag unterzeichnen. Das passiert zu einem Zeitpunkt, an dem Mexiko gleichzeitig mit den USA und Kanada über Änderungen am nordamerikanischen Freihandelsabkommen USMCA verhandelt.
Kallas sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mexikos Außenminister Roberto Velasco, dass das Abkommen verbleibende Hürden für Handel und Investitionen beseitigen werde – darunter in wichtigen Bereichen wie Rohstoffe, Landwirtschaft und Dienstleistungen.
Kallas betonte zudem, dass die Modernisierung des Abkommens auch die Lieferketten stärken und neue wirtschaftliche Chancen schaffen werde. Das solle beiden Seiten helfen, im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben.
"Die EU ist Mexikos drittgrößter Handelspartner. Unser Handelsvolumen ist in den vergangenen zehn Jahren um 75 Prozent gestiegen", sagte sie.
Die Unterzeichnung des Abkommens ist für Freitag in der mexikanischen Hauptstadt Mexico City geplant. Erwartet werden dabei Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Nach offiziellen Angaben importierte Mexiko im Jahr 2025 Waren im Wert von knapp 67 Milliarden Dollar (57,7 Milliarden Euro) aus Europa. Im Gegenzug exportierte das Land Güter im Wert von rund 28 Milliarden Dollar (24,1 Milliarden Euro) in die EU.