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Die Wochenend-Scharfschützen in Sarajevo: Woher kamen die Täter?

Archiv, 21. November 1994: Einwohner von Sarajevo laufen unter Schutz französischer Blauhelme durch die „Sniper Alley“, die die Stadt teilte.
Archiv, 21. November 1994: Bewohner Sarajevos rennen durch die „Sniper Alley“, die die Stadt teilte, unter Schutz französischer Blauhelme. Copyright  AP Photo
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Von Gabriele Barbati
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In seinem Enthüllungsbuch „Die Wochenend-Scharfschützen“ rekonstruiert der italienische Autor Ezio Gavazzeni eine kaum untersuchte Affäre aus den 90er Jahren: Europäer zahlten dafür, in Sarajevo auf Zivilisten zu schießen. Bei Euronews berichtet er über die Suche nach den Verantwortlichen.

Vier Staatsanwaltschaften in Europa ermitteln gegen eine Organisation. Sie brachte während des Kriegs im ehemaligen Jugoslawien wohlhabende Bürger nach Sarajevo, um sie dort zu Scharfschützen zu machen. Für die Teilnehmer - vor allem für Waffen- und Jagdfanatiker und in einigen Fällen für Rechtsextremisten - war es eine grausame Vergnügungsreise.

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Mindestens drei Kunden des Netzwerks stehen in Mailand unter Verdacht, zwei weitere in Österreich. Ermittlungen laufen außerdem in Belgien und Bosnien-Herzegowina. In der Schweiz könnte in Kürze ein Verfahren formal eröffnet werden, ebenso wie eine Anfrage im Europäischen Parlament.

Das berichtet Ezio Gavazzeni, Autor des Buchs "I cecchini del weekend. L’inchiesta sui safari umani a Sarajevo" (erschienen im März 2026 bei PaperFIRST), der das Werk derzeit in Italien auf mehreren Veranstaltungen vorstellt.

Viele "reisten am Freitagnachmittag von der Via Mecenate" in Mailand ab, mit dem Bus zum Flughafen Triest, erzählt er Euronews. Einige nutzten den Flughafen Parma, andere setzten von Ancona aus mit dem Schiff über. Oft legten sie zunächst einen Stopp in Belgrad oder in den Nachbarstaaten ein, um dann über Land an die Front des Bürgerkriegs zu gelangen.

Italien bildete damit das Drehkreuz für die Scharfschützen-Touristen, die aus verschiedenen Teilen Europas, aus Kanada und den Vereinigten Staaten anreisten und zuvor eine verschlüsselte Telefonbotschaft erhalten hatten: "Es gibt Hirsche für Scharfschützen", so Gavazzeni.

So funktionierten die makabren Menschensafaris von Sarajevo

Der Autor zeichnet in seinem Buch nach, wie ein stetiger Strom ausländischer Besucher hohe Summen zahlte, um von den Höhen rund um Sarajevo aus auf Zivilisten zu schießen. Es wird derzeit in neun Sprachen übersetzt.

Von 1992 an über vier Jahre stand die Stadt nach der Unabhängigkeitserklärung der Republik Bosnien unter Belagerung. Es waren die jugoslawischen Bundestruppen und Milizen der serbischen Minderheit, die das wiederholten, was ein Jahr zuvor in Kroatien nach dessen Austritt aus Jugoslawien begonnen hatte.

Die erste Spur des Scharfschützenhandels ist ein Telefonat aus dem Jahr 1993. Es stammt von einer Sicherheitsfirma eines Ex-Söldners, der nach eigenen Angaben mindestens sechs solcher Safaris begleitete.

Der "Franzose", wie die Quelle im Buch heißt, "erzählt, er sei aus London kontaktiert worden, von jemandem, der zu einer Firma gehörte, die es noch heute gibt", erklärte Gavazzeni Euronews.

Blick auf die zerstörten Hochhäuser von Sarajevo: Von einigen von ihnen schossen Scharfschützen der verfeindeten Lager (4. März 2022)
Blick auf die zerstörten Hochhäuser von Sarajevo: Von einigen von ihnen schossen Scharfschützen der verfeindeten Lager (4. März 2022) (AP Photo/Armin Durgut)

"Die Anmeldungen aus Italien sammelte ein Reisebüro in Mailand", sagt der Franzose im Buch. "Dahinter standen die Balkan- oder russische Mafia, und die Zentrale, die zunächst das Okay erteilte, saß in Belgien", einem Land mit langer Tradition im Bereich von Söldnerkriegen und Sicherheitsfirmen.

Vor Ort arbeiteten dann Anwerber, "fast immer Ex-Militärs", sagt Gavazzeni, der mit zweien von ihnen gesprochen hat. Sie trafen die angehenden Scharfschützen in billigen Hotels oder Kneipen, auf die sie per Mundpropaganda hingewiesen wurden.

"Oft während der Übungsschießen auf dem Schießstand, denn es handelt sich um Menschen, die Waffen lieben", oder in Waffengeschäften sowie Jagd- und Veteranenvereinen, fährt Gavazzeni fort. "Sie erläuterten Preise und Möglichkeiten und was erlaubt war oder nicht: Wer buchen wollte, landete auf einer Warteliste und wurde später für die Reise wieder kontaktiert."

Werbebild zum Buch, verbreitet vom Verlag Paper First
Werbebild zum Buch, verbreitet vom Verlag Paper First Paper First

Wer den Weg für die ethnische Säuberung auf dem Balkan ebnete

Die andere Hälfte der Organisation saß in Serbien. Sie übernahm die Kunden, organisierte ihre Weiterreise in die Kriegsgebiete mit zahlreichen Checkpoints von Armee und paramilitärischen Milizen und stellte die Waffen.

Serbisch war auch die Chartergesellschaft Aviogenex. Deren Infrastruktur, inklusive einer Filiale in Triest, nutzten die Organisatoren, um die Jagdausflüge auf Menschen zu planen, berichtet Gavazzeni im Buch.

Nach der Bestätigung, zur Abreise nach Mailand zu kommen, wurde die Gruppe von höchstens drei Scharfschützen weiterverteilt, vor allem nach Triest und in andere Orte in Nordosten in Friaul-Julisch Venetien, der italienischen Grenzregion zum ehemaligen Jugoslawien.

Die Besitzerin eines örtlichen Gästehauses meldete den Behörden, sie habe eine Gruppe Männer für eine Nacht beherbergt, erzählt der Autor. Sie hätten gesagt, sie wollten jenseits der Grenze auf Zivilisten schießen und hätten sich selbst als "Scharfschützen“ bezeichnet und von "Hirschen" gesprochen.

Das entsprach dem Code, den der Franzose bereits beschrieben hatte: Als "Hirsche" wurden Opfer bezeichnet, die die Männer wenige Stunden später in Bosnien suchten. Von dort aus ging es weiter zu den Zielen, die sich jeder Kunde selbst ausgesucht hatte und die den Preis bestimmten.

Was die Scharfschützen in Bosnien für das straffreie Töten zahlten

Die Kunden-Scharfschützen schossen auf unbewaffnete Zivilisten, die in den Straßen Sarajevos auf der Suche nach Essen und Wasser unterwegs waren und so zu unfreiwilligen menschlichen Zielen für die Feinde und, ohne es zu wollen, für die Wochenendjäger wurden.

Die sogenannten Safaris fanden in Sarajevo statt, aber auch in Mostar und anderen Städten entlang der Front des Bürgerkriegs zwischen Serben, Bosniaken und Kroaten.

Aus den im Buch gesammelten Aussagen geht hervor, dass besonders Kinder und junge, attraktive Frauen begehrte Ziele waren. Um sie zu töten, waren die Kunden – nach heutigem Kenntnisstand überwiegend Italiener – bereit, rund 100 Millionen Lire jener Zeit zu bezahlen, mehr als 100.000 Euro heute (bei gleichem Kaufkraftniveau, Anm. d. Red.), sagt Gavazzeni.

Im Preisverzeichnis folgten erwachsene Frauen, die etwa 70 Millionen Lire kosteten, und Männer mit rund 50 Millionen, sowie über 80-Jährige für etwa 20 Millionen. Das Geld floss in die verschiedenen Stationen des Handels: von europäischen Sicherheitsfirmen über Begleiter bis hin zu Schmiergeldern für Militärs auf dem Balkan.

Diese Beträge liegen nur wenig unter denen, die im Buch, das im April in Kroatien von Domagoj Margetić veröffentlicht wurde, Plati i Pucai! (Zahl und schieß!, Anm. d. Red.), auftauchen. Es stützt sich auf Unterlagen des bosnischen Geheimdienstes und spricht von 95.000 bis 110.000 D-Mark je nach Beute. Als Organisatoren nennt es Angehörige des kroatischen und serbischen Establishments mit Verbindungen ins Vereinigte Königreich und nach Belgien.

Die Scharfschützen kamen auf dem Seeweg in die adriatischen Häfen Split und Zadar und wurden von dort an die Grenze gebracht und den Serben übergeben, erklärte Margetić dem britischen Times-Journalisten Tom Kington.

Wie die Tarife zeigen, folgte das Töten von Menschen perversen Trieben von Unternehmern, Anwälten, Ärzten, Notaren und anderen Angehörigen freier Berufe.

Es ging weder um Chauvinismus noch um einen religiösen oder ethnischen Kreuzzug, sondern um eine Kerbe auf der abgefeuerten Patronenhülse, die man mit nach Hause nahm.

"Das Ziel dieser Safaris war Unterhaltung, nicht Politik oder Religion", betont Gavazzeni unter Verweis auf die Kriminologin Martina Radice, die die Transkripte der Zeugenaussagen ausgewertet hat.

Es waren alles Männer, "gut eingebunden in das soziale Umfeld, in dem sie arbeiteten und lebten", geachtete Leute mit einem Ruf, der durch "diese Praxis, auf Zivilisten zu schießen, fast wie eine Botschaft wurde: Ich bin ein reicher, angesehener Mann, ich kann es mir sogar leisten, jemanden zu töten und straffrei nach Hause zurückzukehren".

Auch durch die Hand solcher Männer kamen in Sarajevo während der Belagerung mehr als 1.600 Kinder ums Leben, "jedes zehnte von einem Scharfschützen getötet", sagte im Rai3-Programm „Presa Diretta“ der Leiter des Verbands der Eltern der in Sarajevo getöteten Kinder, Fikret Grabovica, selbst Vater eines der Opfer.

Wer die beteiligten Italiener sind – und wie viele

In den frühen neunziger Jahren stand Italien unter dem Eindruck der Ermittlungen von "Mani pulite", die die Erste Republik hinwegfegten, der Mafia-Attentate auf Richter und Staat und des politischen Aufstiegs eines Unternehmers, der Erfolg und Macht verkörperte: Silvio Berlusconi.

"Die Quellen sprechen von 230 Italienern und einer ähnlichen Zahl von Personen aus anderen Ländern", überwiegend aus Kanada, den Vereinigten Staaten und Russland, erläutert Gavazzeni, der bereits rund ein Dutzend Bücher veröffentlicht hat.

Die Staatsanwaltschaft Mailand hat mindestens vier Personen vernommen, die beteiligt waren oder über die Vorgänge Bescheid wussten. Auf den ersten, einen 80-jährigen Mann aus Friaul, kamen die Ermittler dank der Arbeit der Journalistin Marianna Maiorino. Sie spürte auch einen Jäger aus der Provinz Alessandria auf, der sich damals den serbischen Paramilitärs angeschlossen hatte.

"Es gab Engländer, Franzosen, einige Deutsche", berichtet der heute 64-Jährige in einem Exklusivinterview mit der italienischen Zeitung Fatto Quotidiano, "sowie ehemalige italienische Berufssoldaten im Ruhestand oder in Pension".

Einige der Namen, die Gavazzeni herausgefunden hat, liegen inzwischen den Ermittlern vor und werden im Buch nicht genannt, um die laufende Untersuchung zu schützen. Sie begann im vergangenen Jahr nach einer Anzeige des Autors und betrifft auch Männer aus Venetien und Rom. Fast alle hatten zuvor schon Großwildjagden in Afrika und Osteuropa besucht.

Die Ermittlungen laufen wegen Mehrfachmords aus niederen Beweggründen; zu den Nebenklägern gehört die Stadt Sarajevo, die zwei Juristen als Rechtsvertreter bestellt hat, die am Buch mitgearbeitet haben: den ehemaligen Untersuchungsrichter Guido Salvini und den Anwalt Nicola Brigida.

Ein Blauhelm schützt 1994 den Verkehr in der Ulica Zmaja od Bosne, die wegen der Gefahr durch Scharfschützen nur noch als Sniper Alley bekannt ist; im Hintergrund das Hotel Holiday Inn
Ein Blauhelm schützt 1994 den Verkehr in der Ulica Zmaja od Bosne, die wegen der Gefahr durch Scharfschützen nur noch als Sniper Alley bekannt ist; im Hintergrund das Hotel Holiday Inn AP Photo/Enric Marti

Der Fall der Sarajevo-Scharfschützen war bekannt – explodierte aber erst nach 30 Jahren

Bereits in den neunziger Jahren erschienen dazu Zeitungsartikel. Gavazzeni selbst erfuhr von den Wochenend-Scharfschützen "aus dem Corriere della Sera und der Stampa im März 1995", die Informationen veröffentlichten, die ihnen vom Ständigen Völkertribunal zugespielt worden waren - einer Organisation mit Sitz in Bologna, die sich mit Verbrechen an Völkern und Minderheiten befasst.

Dennoch war das Geschehen auf dem Balkan ein offenes Geheimnis. "Von zehn Menschen, mit denen ich sprach, sagten mir sieben: Ihr Italiener seid mit Hilfslieferungen gekommen, aber auch, um von den Bergen aus auf uns zu schießen", erinnert sich Luca Leone, Journalist und Verleger mit langjähriger Erfahrung in der Region. Aus dieser Arbeit entstand sein Roman I Bastardi di Sarajevo (Edizioni Infinito, 2014).

"Dann bat ich darum, mit direkten Zeugen zu sprechen oder ob es Fotos oder Aufnahmen gebe, die das Geschehen belegten, doch die Antwort war stets nein", so Leone.

Die Aussagen mehrerer Zeugen aus dem Jahr 2007 vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien – der Jahre später Teile der serbischen und kroatischen Führungspersönlichkeiten wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilte – beschrieben westliche Ausländer an der Front. Sie hätten weder den regulären Truppen noch den Milizen unterstanden und seien in teurer Kleidung mit Jagdgewehren unterwegs gewesen.

Neben Italienern und Nordamerikanern nannten sie Russen, Österreicher, Deutsche, Engländer und Spanier, zwischen Freiwilligen und Söldnern, die an der Seite der serbischen Nationalisten kämpften.

Der Durchbruch kam jedoch erst 2022 durch einen Dokumentarfilm, sagt Gavazzeni.

Die ersten öffentlichen Zeugenaussagen zu den Scharfschützen im "Sarajevo Safari"

Es handelt sich um Sarajevo Safari des slowenischen Regisseurs Miran Zupanic. Der Film enthält die Aussagen eines serbischen Geheimdienstoffiziers, der damals in Sarajevo stationiert war. Er hatte von einem serbischen Gefangenen erfahren, dass fünf Ausländer, darunter drei Italiener und vermutlich zwei Begleiter, vorhatten, auf Zivilisten zu schießen.

Er berichtete außerdem, dass hinter dem Jägergeschäft die serbischen Sicherheitsdienste standen. Ein weiterer Ex-Soldat ergänzt, er habe sich mit Gruppen ausländischer Scharfschützen unterhalten, "Gentlemen zwischen 35 und 45 Jahren", und sie mindestens siebenmal im Einsatz gesehen.

Der bosnische Geheimdienst alarmierte daraufhin die Behörden und den Militärgeheimdienst in Italien. "Einige Monate später kam die Antwort, die Männer seien nach Hause geschickt worden und die Organisation der Safaris sei geschlossen worden", erinnerte Gavazzeni bei einer Pressekonferenz für ausländische Medien Ende Mai in Mailand. "Diese letzte Information war falsch".

Es erstaunt mich, dass auf die Hinweise von 1993/94 keine gründliche Untersuchung der Justiz folgte. Für Journalistinnen und Journalisten war es damals sehr schwierig, nach Sarajevo hinein- und wieder hinauszukommen [...] und es gab viele andere Baustellen.
Luca Leone
Journalist und Schriftsteller

Die Information an die italienischen Behörden und deren Antwort, ebenso wie das Ausbleiben von Maßnahmen zur Bekämpfung des Phänomens, hat ein italienischer Diplomat bestätigt, der damals in Sarajevo im Dienst war.

Bestätigt hat dies auch eine weitere Quelle von I cecchini del weekend: ein Ex-Agent, im Buch „Innominato“ genannt, dem zufolge "unsere Dienste wussten, was geschah", aber sie seien zu sehr damit beschäftigt gewesen, anderes im Chaos des Bürgerkriegs zu tun.

Auch die französischen Dienste wussten Bescheid. Doch "wäre diese Information öffentlich geworden, hätte das bedeutende Personen diskreditiert", und so, vermutet Gavazzeni heute, "schwiegen wohl so gut wie alle Geheimdienste der westlichen Staaten".

Tatsächlich ziehen sich durch die Aussagen im Buch Zurückhaltung, Zweideutigkeiten und ein allgemeines Schweigen, genährt durch die Angst vor den jeweiligen Gemeinschaften.

Welche weiteren Schritte die Ermittlungen in Europa bringen könnten

Bisher konnten vor allem Kunden identifiziert werden. "Innominato" hat den Mailänder Staatsanwälten jedoch Namen und Details zur Organisation geliefert, und weitere Zeugen sind an die Öffentlichkeit gegangen. So entsteht nach und nach ein Gesamtbild, das das Buch I cecchini del weekend bereits skizziert hat.

Zu klären bleibt auch ein weiterer Punkt: die Todesfälle einiger dieser Jäger, bei denen an der Front etwas schiefgegangen war. In ihrem Namen seien, so der Franzose, falsche Totenscheine wegen Schlaganfall oder Herzinfarkt ausgestellt worden.

Die mit dem Fall befassten Staatsanwälte wollen sich in Kürze treffen, um Informationen auszutauschen – bei einer Sitzung von Eurojust, der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit mit Sitz in Den Haag, am 29. Juni.

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