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Papst Leo XIV. beim Welternährungsprogramm: Konflikte leichter genährt als Menschen

Papst Leo XIV. während seines Besuchs beim Welternährungsprogramm am 22. Juni 2026
Papst Leo XIV während seines Besuchs beim Welternährungsprogramm am 22. Juni 2026 Copyright  AP Photo/Alessandra Tarantino
Copyright AP Photo/Alessandra Tarantino
Von Andrea Barolini
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Papst Prevost besucht Zentrale des Welternährungsprogramms und kritisiert „Schieflagen in politischen und moralischen Prioritäten“, die Hilfe für Bedürftige bremsen.

„Es ist dringend, die Fragen von Hunger, Mangelernährung und ihren Ursachen anzugehen.“ Das erklärte Papst Leo XIV., der am Montagmorgen den Sitz des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen in Rom besuchte.

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Der Papst dankte der internationalen Organisation und hob ihr Engagement hervor, „in Notsituationen Menschenleben zu retten und bei Konflikten und Naturkatastrophen Hilfe zu leisten“. Gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern desselben WFP betonte er, ihre Arbeit stehe „in tiefer Übereinstimmung mit der Mission der katholischen Kirche“, die darauf ziele, „die menschliche Würde zu verteidigen und die Geschwisterlichkeit zu fördern“.

Papst prangert „verzerrte Ideologien und unverständliche politische Entscheidungen“ an

In seiner Ansprache machte Papst Prevost deutlich, dass Hilfsformen und Entwicklungsprojekte nicht selten an „politischen, komplexen und unverständlichen Entscheidungen“ scheitern, ebenso an „verzerrten Ideologien“, die zahlreiche Barrieren errichten – „aber nicht für Waffen“.

Deshalb zeigte der Papst auf, dass in der heutigen Welt Konflikte oft leichter „genährt“ werden als Menschen. Das sei nicht „nur ein operatives Defizit“, sondern ein echtes „Ungleichgewicht in den politischen und moralischen Prioritäten“.

Hunger ist nach Ansicht Leos XIV. nicht nur eine humanitäre Sorge, sondern ein Faktor, der in der Lage ist, die soziale Kohäsion zu erodieren, das Risiko von Konflikten zu erhöhen und die erzwungene Migration anzuheizen.

All dies „kompromittiert die Fähigkeit von Staaten und Gesellschaften, widerstandsfähige Institutionen aufzubauen, eine wirksame Bildung zu gewährleisten und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern“. In diesem Sinn stellt humanitäre Unterstützung nach Ansicht des Papstes auch ein Element internationaler Stabilität dar.

„Lebensmittel, Wasser und Gesundheit dürfen nicht den Märkten untergeordnet werden“

Der Papst erinnerte daran, dass sich Krisen heute „von isolierten Ereignissen in dauerhafte Realitäten verwandelt haben“, etwa in Form „langwieriger Konflikte“, „chronischer Ernährungsunsicherheit“, „wirtschaftlicher Instabilität“ und „zunehmender klimatischer Verwundbarkeiten“. Er bekräftigte, es sei notwendig, „der Kommerzialisierung grundlegender menschlicher Bedürfnisse zu widerstehen. Lebensmittel, Wasser und Gesundheitsversorgung dürfen nicht den Märkten oder geopolitischen Interessen untergeordnet werden“.

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