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Kann die Europäische Union SHEIN, Temu und Aliexpress im Onlinehandel ausbremsen?

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Von Leticia Batista Cabanas
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die EU wird von Billigpaketen chinesischer Online-Riesen überschwemmt. Waren von SHEIN, Temu & Co. nutzten bislang eine Steuerlücke, die bald geschlossen wird.

Bislang konnten Waren mit einem Wert von weniger als 150 Euro dank der sogenannten De-minimis-Ausnahme zollfrei in die EU eingeführt werden. Chinesische Onlineplattformen nutzten diese Regelung intensiv und verschickten Milliarden günstiger Päckchen direkt aus China an europäische Kunden. So sparten sie bis zu zwölf Prozent Einfuhrzoll und umgingen zahlreiche Kontrollen.

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Inzwischen treffen in der EU jedes Jahr mehr als zwei Milliarden solcher Sendungen ein. Behörden schätzen, dass bis zu 65 Prozent davon zu niedrig bewertet oder falsch deklariert sind. Das System ermöglichte Unternehmen wie SHEIN ein rasantes Wachstum und setzte europäische Händler zunehmend unter Druck.

Für Verbraucher bedeutete diese Lücke extrem niedrige Preise und schnelle Lieferungen. Zugleich wuchsen die Sorgen über unsichere Produkte, giftige Chemikalien, gefälschte Waren und Umweltschäden durch Milliarden einzeln per Luftfracht verschickte Päckchen.

Ab Juli gilt in der EU ein neues Regelwerk. Geringwertige Importe werden dann pauschal mit drei Euro Zoll belegt; hinzu kommen mögliche Zuschläge je nach Art der Ware im Paket. Online-Marktplätze haften künftig grundsätzlich für die Sicherheit der Produkte, die sie in die EU verkaufen, statt die Verantwortung auf die Kunden abzuwälzen.

Die neuen Regeln dürften importierte Waren verteuern und Lieferungen verlangsamen. EU-Verantwortliche betonen jedoch, dass sie fairere Wettbewerbsbedingungen für europäische Unternehmen schaffen und die Produktsicherheit für Käufer verbessern sollen.

Sollten SHEIN und ähnliche Unternehmen entsprechend besteuert werden? Kann die EU die Flut billiger China-Importe eindämmen? Unsere Umfrage ist anonym und in wenigen Sekunden ausgefüllt. Die Ergebnisse fließen in unsere europaweite XL-Berichterstattung ein – in Videos, Artikeln und Newslettern. Sie helfen uns, unsere Berichterstattung darüber zu schärfen, wie Europa seine Position im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz sichern kann.

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