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Marine Le Pen oder Jordan Bardella? Vor Urteil betonen Frankreichs Rechtsaußen-Politiker Einigkeit

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Von Romain Gutkind
Zuerst veröffentlicht am
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In dieser Woche entscheidet ein Gericht in Paris, ob Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten darf. Die 57-Jährige und ihr 30-jähriger Parteichef Jordan Bardella kündigen an, als Duo zu arbeiten.

Am Dienstag entscheidet ein Pariser Berufungsgericht, ob Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren darf.

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Vor dem Urteil versprachen die 57-jährige Galionsfigur des Rassemblement National (RN) und ihr 30-jähriger Parteichef Jordan Bardella, sie wollten unabhängig von diesem Urteil als Duo auftreten.

"Hier eine kleine Botschaft an alle, die glauben, uns nur Steine in den Weg legen zu müssen, um uns zu entmutigen. Wir lassen uns niemals entmutigen“, sagte Marine Le Pen.

Sollte die Justiz ihr eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl verwehren, will die Fraktionschefin der Rechtsaußen-Partei - wie sie selbst erklärte - ihrem Schützling Jordan Bardella "jeden Tag", "mit großer Energie" und "mit großer Überzeugung und großem Vertrauen" zur Seite stehen.

"Gemeinsam bis zum Sieg", schrieb Le Pen zu einem Foto mit Bardella auf X.

"Ich möchte meine volle Unterstützung und meine gesamte Freundschaft bekräftigen und sie daran erinnern, dass ich mich politisch an ihrer Seite engagiere", erklärte Bardella seinerseits bei einem sogenannten "ländlichen Bankett", das die Partei im nordfranzösischen Liévin organisierte.

Der junge RN-Chef ergänzte, er hoffe, Marine Le Pen "in einigen Monaten zur Präsidentin der Republik gewählt zu sehen“.

Die Partei Rassemblement National war davon ausgegangen, dass mindestens 1.200 Aktivistinnen und Aktivisten zu dem Fest kommen würden, doch einige Plätze blieben leer.

Le Pen und Bardella nutzten die Veranstaltung, um Gerüchte über Spannungen innerhalb der Partei zu zerstreuen. Beobachter vermuten seit Längerem Differenzen zwischen den beiden Spitzenpolitikern. Bardella wurde in den vergangenen Monaten auch nachgesagt, er habe die Medien-Berichterstattung über die eigenen Auftritte selbst inszeniert.

Attacken gegen die politischen Gegner

Inhaltlich standen Programm und Kurs der Partei bei dem Treffen in Liévin im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais, das zu den Hochburgen des RN gehört, nicht im Mittelpunkt ihrer Reden. Le Pen und Bardella teilten dennoch gegen ihre Gegner im Rennen um den Élysée-Palast aus.

Das RN-Duo warf dem linken Jean-Luc Mélenchon eine "rassistische Politik" vor und bezeichnete Gabriel Attal und Édouard Philippe, die beiden früheren Premierminister, als "Mini-Macrons“.

Darf Marine Le Pen 2027 antreten?

Im März 2025 kam ein Pariser Gericht zu dem Schluss, dass Marine Le Pen im Zentrum "eines betrügerischen Systems“ stand, mit dem ihre Partei 2,9 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Parlaments abgezweigt hat.

Bestätigt das Berufungsgericht diese aufsehenerregende Entscheidung, dürfte die dreifache Präsidentschaftskandidatin 2027 nicht antreten. Viele sehen diese Wahl als ihre beste Chance auf das höchste Staatsamt.

Le Pen hatte es bei den Präsidentschaftswahlen 2017 und 2022 jeweils in den zweiten Wahlgang geschafft, unterlag aber beide Male Präsident Emmanuel Macron.

Macron darf im kommenden Jahr nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht noch einmal kandidieren.

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