Der neue Streit flammt nur wenige Monate auf, nachdem Donald Trump seinen alten Plan wiederbelebt hatte, Grönland unter US-Kontrolle zu bringen. Dänemark und die Führung Grönlands lehnen das weiterhin entschieden ab.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat erneut betont, Grönland sei "nicht zu verkaufen". Zuvor hatte Donald Trump abermals angedeutet, das arktische Gebiet solle künftig nicht mehr von Kopenhagen, sondern von Washington kontrolliert werden.
Auf dem NATO-Gipfel sagte Mette Frederiksen, sie stelle fest, dass die Position der USA in dieser Frage immer deutlicher werde.
"Ich habe den US-Präsidenten gestern gehört, und ich finde, die Haltung der USA ist in dieser Frage leider sehr klar. Unsere Haltung ist so eindeutig wie eh und je: Grönland steht selbstverständlich nicht zum Verkauf", erklärte die dänische Regierungschefin.
Frederiksen erläuterte auch, Dänemark und Grönland erwarteten von ihren Verbündeten, die territoriale Integrität von Grönland zu respektieren.
Grönland ist ein autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark.
Laut Trump investiert Dänemark nicht genug in die Arktis
Trump behauptet, Dänemark investiere zu wenig in die Region, und er drohte mit einem vollständigen Abzug der US-Truppen aus Europa.
Dänemark beteuert, es sei voll und ganz bereit, jeden Zentimeter seines Hoheitsgebiets zu verteidigen, und erwarte von seinen globalen Partnern, dass sie ihre Verpflichtungen zur kollektiven Verteidigung einhalten.
Im März hatten sich die Spannungen verschärft, nachdem US-Vizepräsident J.D. Vance die Pituffik-Raumfahrtbasis auf Grönland besucht hatte. Er hatte den europäischen Verbündeten vorgeworfen, sie schützten die strategisch wichtige Arktis nicht ausreichend vor den Expansionsplänen Russlands und Chinas.
Die Menschen auf Grönland protestieren immer wieder gegen die Pläne der USA, die arktische Insel übernehmen zu wollen.