Die EU-Kommissionspräsidentin und der Präsident der Republik Zypern trafen sich jüngst in Paris, auch um über den Beitritt der Republik zum Schengen-Raum zu sprechen. Nikosia blickt dabei skeptisch auf die Rolle der Türkei.
Die Ernennung von EU-Kommissar Raffaele Fitto zum Sondergesandten der Europäischen Union für die Zypern-Frage spiegele das starke Engagement der Europäischen Kommission für die Wiedervereinigung Zyperns wider. Das sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Republik Zypern in Paris.
Lösung des Konflikts als EU-Priorität
Im Gespräch mit Nikos Christodoulidis betonte Von der Leyen das Interesse der EU an einer Lösung des Zypernkonflikts. Dies habe Priorität.
In einem Beitrag auf X erklärte Nikos Christodoulidis, er habe Ursula von der Leyen in einer besonders wichtigen Phase nach Bekanntgabe der Ernennung von Raffaele Fitto zum Sondergesandten der Europäischen Union für die Zypernfrage getroffen.
Christodoulidis fügte hinzu, dass beide Staats- und Regierungschefs zudem über die vollständige Aufnahme Zyperns in den Schengenraum gesprochen haben. Die Republik Zypern habe alle technischen Vorarbeiten erfolgreich abgeschlossen. Dies bestätigte auch Ursula von der Leyen.
Die Kommissionspräsidentin habe hervorgehoben, so der stellvertretende Regierungssprecher Giannis Antoniou in einer Mitteilung, die Ernennung von Kommissar Fitto zum Sondergesandten unterstreiche das starke Bekenntnis der Europäischen Kommission zur Wiedervereinigung Zyperns.
Skeptischer Blick auf die Türkei
Einer Quelle aus dem Umkreis der Regierung in Nikosia zufolge sieht diese substanzielle Fortschritte bei der Lösung der Zypernfrage als Voraussetzung für eine Annäherung zwischen der EU und der Türkei.
Der Norden der Insel wird von der Türkischen Republik Nordzypern kontrolliert, die bisher völkerrechtlich aber lediglich von der Türkei anerkannt wurde.