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Waldbrand bei Vall d'Uixó außer Kontrolle – Lage in Madrid und Ávila entspannt sich

Moha Haddad löscht einen Hausbrand. In der Nähe von Navas del Rey in der Provinz Ávila breitet sich ein Waldbrand aus, Spanien, 28. Juli 2026
Moha Haddad versucht, in seinem Haus ein Feuer zu löschen. Nahe Navas del Rey in der Provinz Ávila in Spanien breitet sich am 28. Juli 2026 ein Waldbrand weiter aus. Copyright  Copyright 2026 (Foto AP/Manu Fernández)
Copyright Copyright 2026 (Foto AP/Manu Fernández)
Von Escarlata Sánchez
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In mehreren Regionen haben die Flammen seit Jahresbeginn enorme Flächen zerstört. Während einige Bewohner zurückkehren können, bleibt die Gefahr durch Glutnester und hohe Temperaturen bestehen.

Spanien verfolgt weiter aufmerksam die Entwicklung der großen Waldbrände, die seit Jahresbeginn bereits mehr als 200.000 Hektar zerstört haben. Besonders verheerend waren die Feuer in Ávila, wo rund 50.000 Hektar betroffen sind, in der Region Madrid mit etwa 28.000 Hektar sowie in Castellón mit rund 10.000 Hektar.

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Die Regierung erklärte zudem 211 Gebiete in 14 autonomen Gemeinschaften zu Regionen, die schwer von Zivilschutz-Notlagen betroffen sind. Die meisten dieser Einstufungen stehen im Zusammenhang mit den Waldbränden.

Löschflugzeuge und Hubschrauber sind seit den frühen Morgenstunden am Mittwoch im Einsatz, um den weiterhin außer Kontrolle befindlichen Waldbrand bei Vall d’Uixó in der Provinz Castellón einzudämmen. Das Feuerwehrkonsortium der Provinz verweist jedoch auf Fortschritte, die die Bodentrupps während der Nacht erzielt hätten.

Die Einsatzkräfte arbeiten entlang des gesamten Brandperimeters, der sich über rund 75,5 Kilometer erstreckt. Das Feuer war am vergangenen Samstag ausgebrochen und hat inzwischen etwa 10.000 Hektar verwüstet. Noch immer sind rund 10.000 Menschen aus etwa 15 Gemeinden im Landesinneren der Provinz Castellón evakuiert. Besonders betroffen ist das Gebiet rund um den Naturpark Sierra de Espadán.

Die Löscharbeiten konzentrieren sich auf die Bereiche Alfondeguilla, Eslida sowie Tales und Alcudia de Veo. Dort waren am Dienstagnachmittag mehrere neue Brandherde entstanden. Eine Temperaturinversion hatte den Einsatz der Luftkräfte bis 17.00 Uhr verhindert und die Löscharbeiten zusätzlich erschwert.

Albares fordert EU-Reaktion

Außenminister José Manuel Albares fordert eine koordinierte Antwort der Europäischen Union auf Waldbrände, die nach seiner Einschätzung immer häufiger und intensiver auftreten.

Der spanische Chefdiplomat plädiert dafür, die europäischen Instrumente gegen diese Bedrohung zu stärken. Er bezeichnete die Lage als "verheerend" und "beispiellos". In Spanien sei in diesem Jahr bereits eine Fläche verbrannt, die sechsmal größer ist als zum gleichen Zeitpunkt 2025.

Entspannung in Madrid und Toledo

Der Waldbrand in der Region Madrid hat in der vergangenen Nacht an Intensität verloren. Günstigere Wetterbedingungen und der Einsatz der Löschkräfte ermöglichten es, den Brandgürtel weiter zu stabilisieren.

Die Behörden bleiben dennoch vorsichtig. Mit Blick auf eine bevorstehende neue Hitzewelle konzentrieren sich die Einsatzkräfte darauf, den Perimeter zu sichern, mögliche neue Brandherde zu überwachen und Glutnester zu kühlen. So soll das Feuer endgültig unter Kontrolle gebracht werden.

Auch beim Waldbrand von Almorox in der Provinz Toledo hat sich die Lage verbessert. Die Behörden stuften den Brand nach mehreren Tagen intensiver Löscharbeiten auf Einsatzstufe eins herab. Die Einsatzkräfte kämpfen jedoch weiterhin gegen die Flammen in der Sierra Oeste, die auch Teile der Provinzen Ávila und Madrid betreffen. Auf dem Gebiet von Toledo koordiniert die Regierung von Kastilien-La Mancha den Einsatz.

Evakuierte kehren zurück

Fast eine Woche nach Ausbruch der Brände konnten viele Evakuierte in Madrid und Ávila am Dienstag mit 29 Überlandbussen in ihre Häuser zurückkehren. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Feuer bleibt jedoch bestehen.

In Aldea del Fresno in der Region Madrid sind einige Einwohner nach mehreren Tagen voller Angst wieder zu Hause. Für rund 44.000 Menschen wurden die Einschränkungen inzwischen aufgehoben. Etwa 11.000 Einwohner bleiben aber weiterhin evakuiert. Der Regionalverkehr soll die Rückkehr in die Wohnorte unterstützen, sobald die Sicherheitslage dies zulässt.

Besonders belastend war die Situation für Menschen, die ihre Häuser überstürzt verlassen mussten und teilweise in ihren Autos übernachteten. In Orten wie Valdemaqueda in der Region Madrid und Burgohondo in der Provinz Ávila fürchteten viele, ihr Zuhause zu verlieren, während die Flammen vorrückten und zahlreiche Häuser zerstörten.

29 Straßen weiter gesperrt

Die Waldbrände blockieren nach Angaben der spanischen Verkehrsbehörde DGT weiterhin 29 Straßen. Besonders betroffen sind die Provinzen Ávila, Castellón, Madrid und Toledo.

In der Region Madrid hat sich die Lage auf den Straßen verbessert. Zwölf Strecken wurden wieder freigegeben, fünf vom Feuer betroffene Straßen bleiben jedoch gesperrt.

Am stärksten beeinträchtigt ist das Straßennetz in der Provinz Ávila. Dort sind 14 Verbindungen wegen der Brände unterbrochen, darunter Straßen im Umfeld von Cebreros, San Bartolomé de Pinares und weiteren Gemeinden. In Toledo bleiben nach der Entspannung der Lage noch zwei Straßen geschlossen. In Castellón gelten in mehreren vom Feuer betroffenen Orten weiterhin acht Verkehrssperren.

Fortschritte bei Brand in León

Auch beim Waldbrand von La Utrera in der Provinz León hat sich die Lage nach einer intensiven Nachtarbeit verbessert. Die Verstärkungsbrigade für Waldbrandbekämpfung aus Tabuyo del Monte arbeitete daran, den Brandgürtel zu sichern.

Das Feuer war am Dienstag nahe Valdesamario ausgebrochen. Zwar bewerten die Behörden die Entwicklung als günstig, der Brand bleibt aber auf Stufe zwei der potenziellen Gefährdung. Vorsorgliche Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung bleiben daher in Kraft.

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