Zwei spanische F-18 in Rumänien steigen auf, nachdem sie nahe der Ukraine-Grenze eine Drohne entdecken, die zwölf Minuten den rumänischen Luftraum verletzt und dann zurück in ukrainisches Gebiet fliegt.
Zwei spanische F-18-Kampfjets, die im Rahmen der NATO in Rumänien stationiert sind, sind am Donnerstag gestartet, nachdem die Behörden nahe der Grenze zur Ukraine eine unbekannte Drohne entdeckt hatten.
Die Maschinen starteten um 15.20 Uhr (12.20 Uhr GMT) von der Basis Mihail Kogălniceanu. Drei Minuten zuvor hatte ein Radar des rumänischen Verteidigungsministeriums ein Flugobjekt nahe der Flussgrenze registriert.
Drohne dringt in rumänischen Luftraum ein
Das Verteidigungsministerium erklärte später, die Drohne sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen, rund dreieinhalb Kilometer südöstlich von Chilia Veche. Das Fluggerät blieb etwa zwölf Minuten über rumänischem Gebiet und kehrte dann in Richtung Ukraine zurück. Der Alarm endete gegen 16.28 Uhr (14.28 Uhr GMT).
In dieser Zeit verschickten die Behörden eine SMS an die Bewohnerinnen und Bewohner des Kreises Tulcea. Sie rieten ihnen, in ihren Wohnungen zu bleiben und auf mögliche herabfallende Teile zu achten.
Drei Luftalarme an einem Tag
Der Vorfall war bereits die dritte an diesem Donnerstag registrierte Luftwarnung in Rumänien. In den frühen Morgenstunden waren zwei rumänische F-16 gestartet, nachdem sie eine weitere Drohne im Luftraum des Landes festgestellt hatten. Das Gerät blieb rund zehn Minuten über Rumänien und flog dann in Richtung Ukraine. Kurz darauf wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums Explosionen auf ukrainischem Gebiet registriert.
Um 9.00 Uhr (7.00 Uhr GMT) blieb eine weitere Drohne etwa zwei Minuten im rumänischen Luftraum, bevor sie in die Ukraine zurückflog. Rumänien, Mitglied der NATO und der EU, teilt rund 650 Kilometer Grenze mit der Ukraine und verzeichnet seit Beginn des Krieges immer wieder Drohnenvorfälle.