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Reisen Witkoff und Kushner erstmals zum Unabhängigkeitstag in die Ukraine?

Jared Kushner und Steve Witkoff bei einer Pressekonferenz in Islamabad am zwölften April 2026
Jared Kushner und Steve Witkoff bei einer Pressekonferenz in Islamabad am zwölften April 2026 Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
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Am 24. August feiert die Ukraine 35 Jahre Unabhängigkeit; in Kyjiw werden internationale Partner zu einem Solidaritätsbesuch erwartet. Ob Vertreter der USA kommen, ist noch offen.

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner könnten in den nächsten Tagen erstmals in die Ukraine reisen. Zuvor hatte es wochenlang Berichte gegeben, dass zwei zentrale Unterhändler von Donald Trump einen Besuch in Kyjiw vorbereiten – als Teil der Bemühungen Washingtons, Russlands Angriffskrieg zu beenden.

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Als möglicher Termin gilt der Unabhängigkeitstag der Ukraine am 24. August, doch bislang hat keine Seite die Reise bestätigt.

Trump erklärte Ende Juli, er werde Witkoff und Kushner in den kommenden Wochen nach Kyjiw schicken.

Spätere Berichte deuteten darauf hin, dass beide sowohl nach Kyjiw als auch nach Moskau reisen könnten. Kreml-nahe Medien meldeten Anfang des Monats, ein Besuch könne etwa zu diesen Tagen stattfinden.

Die Lage bleibt unklar. Kyjiw bereitet sich darauf vor, am Montag 35 Jahre Unabhängigkeit zu feiern. Verbündete der Ukraine werden zu diesem Anlass in der Hauptstadt erwartet, um ihre Solidarität zu zeigen.

Fahnen mit den Namen getöteter internationaler Freiwilliger werden am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kyjiw am 24. August 2024 getragen
Fahnen mit den Namen getöteter internationaler Freiwilliger werden am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kyjiw am 24. August 2024 getragen AP Photo

Nach Informationen von Euronews wird auch EU-Ratspräsident António Costa in Kyjiw erwartet, zusammen mit weiteren internationalen Gästen.

Ein Besuch Costas könnte zusätzliches Gewicht erhalten, falls auch Witkoff und Kushner nach Kyjiw reisen. In Europa läuft eine breite Debatte über die Rolle der EU im Friedensprozess und darüber, wer Europa bei möglichen künftigen Verhandlungen mit Russland vertreten könnte.

In den Gesprächen über eine europäische Vertretung bei möglichen neuen Verhandlungen gilt Costa inzwischen als einer der Namen. Die EU will sicherstellen, dass sie in einem diplomatischen Prozess gehört wird, den bisher vor allem Washington bestimmt.

Moskau drängt darauf, nur mit Washington zu verhandeln und lehnt eine direkte Rolle der EU ab. Zugleich verschärft der Kreml seine Drohungen gegen Brüssel und andere europäischen Hauptstädte.

Zwischen der Ukraine und Russland laufen derzeit keine substanziellen Gespräche.

Ein Veteran erweist an einem provisorischen Mahnmal für gefallene ukrainische Soldaten in Kyjiw am 24. August 2024 die letzte Ehre
Ein Veteran erweist an einem provisorischen Mahnmal für gefallene ukrainische Soldaten in Kyjiw am 24. August 2024 die letzte Ehre AP Photo

Moskau hat alle Vorschläge im von den USA geführten Friedensprozess zurückgewiesen, auch Forderungen nach einem Waffenstillstand. Russland verlangt weiterhin weitgehende territoriale Zugeständnisse der Ukraine und letztlich die Kapitulation Kyjiws.

Der Kreml signalisiert keinerlei Bereitschaft zu Kompromissen oder zu Verhandlungen über eine umfassendere Lösung.

Austausche von Kriegsgefangenen sind bislang das wichtigste greifbare Ergebnis der direkten Kontakte zwischen der Ukraine und Russland.

Witkoff und Kushner spielen eine zentrale Rolle in den Versuchen der Regierung Trump, eine Vereinbarung zu vermitteln. Sie trafen sich mehrfach mit russischen Regierungsvertretern.

Witkoff ist bereits acht Mal nach Moskau gereist und hat Wladimir Putin mehrfach getroffen. Seit ihrem Einstieg als Unterhändler war jedoch weder er noch Kushner in der Ukraine.

Eine Reise nach Kyjiw hätte daher mehr Bedeutung als nur ein weiterer diplomatischer Termin. Für zwei der wichtigsten Unterhändler Washingtons wäre es der erste direkte Eindruck vom Kriegsalltag in der Ukraine. Die Regierung Trump prüft, ob es einen realistischen Weg zurück zu Gesprächen mit Moskau gibt.

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