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Warntag 2026 in ganz Deutschland: Das ist diesmal anders beim Probealarm

Am Warntag testen Feuerwehr und Rettungskräfte den Alarm - ARCHIV Symbolbild
Am Warntag testen Feuerwehr und Rettungskräfte den Alarm - ARCHIV Symbolbild Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Am 10. September testet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit den lokalen Behörden die Warnsysteme in Deutschland. Das sollten Sie wissen.

Angesichts immer häufigerer Waldbrände und drohender Überflutungen wegen der Klimakrise, aber auch in Zeiten möglicher Sabotageakte auf die Infrastruktur wird die Warnung vor Katastrophen immer wichtiger. "Wenn die Abläufe der Warnung vertraut sind, kann man im Ernstfall besser reagieren," schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK), das für den Warntag in Deutschland am 10. September verantwortlich ist.

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2021 hat die Flutkatastrophe im Ahrtal mit mindestens 135 Todesopfern leidvoll vor Augen geführt, wie wichtig es ist, die Menschen rechtzeitig zu warnen. Mehrere Personen starben, weil sie am Abend noch ihr Auto in Sicherheit bringen wollten.

Am 10. September 2026 werden deshalb - wie jedes Jahr im Herbst - die Abläufe bei einer Warnung in Deutschland durchgespielt. Vielerorts ertönen gegen 11 Uhr am Vormittag die Sirenen, über Smartphones werden Warnmeldungen verschickt und es wird über Social Media, Radio und Fernsehen informiert.

Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Vorwürfe gegen Innenminister Alexander Dobrindt, dass nicht genug Geld in den Katastrophenschutz investiert werde.

Was ist in diesem Jahr neu?

Neu ist in diesem Jahr die Entwarnung über Cell Broadcast. Das bedeutet, dass alle Mobiltelefone, die in einer bestimmten Funkzelle eingeloggt sind, nicht nur eine Warnmeldung erhalten. Diesmal wird auch eine Entwarnung verschickt, wenn der Test zu Ende ist.

Über Cell Broadcast können die Smartphone-Nutzer nur in einer bestimmten Region über ausgewählte Funkzellen beispielsweise vor einem Waldbrand gewarnt werden - mit genauen Hinweisen, was sie tun sollen.

Auch bei den Sirenentönen gibt es am Warntag um 11 Uhr MESZ erst einen 1-minütigen Alarm und etwa 45 Minuten später eine Entwarnung.

Warnungen über Cell Broadcast und Sirenen gehören zum sogenannten Modularen Warnsystem (MoWaS). Ziel von MoWaS ist es, "mit einem Tastendruck alle Warnkanäle und Warnmultiplikatoren des eigenen Zuständigkeitsbereiches auszulösen und Warnungen auf allen verfügbaren Kanälen zu versenden" - wie das Bundesamt für Katastrophenschutz erklärt.

Allerdings testen nicht alle Gemeinden in Deutschland am Warntag alle Systeme.

Und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sammelt Reaktionen und Anregungen in einer Umfrage.

Die NINA-App und Notfall-Vorräte

Für ganz Deutschland gibt es die sogenannte NINA-App. NINA bedeutet Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Über diese App werden Wetterwarnungen, Brandmeldungen und seit 2025 auch Warnmeldungen der Polizei beispielsweise bei Bombendrohungen oder Gewalttagen verschickt.

Etwa 14 Millionen Nutzerinnen und Nutzer von Smartphones haben die NINA-App bisher heruntergeladen. Auf der App können Sie auch angeben, für welches Gebiet Sie informiert werden wollen.

Generell gilt, im Notfall eine Powerbank bereit zu halten und sich auch per Batterie- oder Kurbel-Radio zu informieren.

Alle Haushalte in Europa sollten sich mit einem Notfall-Paket u.a. mit Vorräten an Wasser und Lebensmitteln für 72 Stunden versorgen. Das deutsche Innenministerium hatte auch eine Checkliste herausgegeben.

Der Warntag in Videos und in verschiedenen Sprachen

Wie der bundesweite Warntag funktioniert, wird auch in einem Video für Kinder von Max und seinem Hund Flocke erklärt.

Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes

Für Geflüchtete gibt es Informationen in einem Flyer auf Englisch, Französisch, Arabisch, UkrainischundRussischvom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. In einem YouTube-Video wird der Warntag auch in Gebärdensprache erklärt.

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