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Omikron: Was sind die Symptome der jüngsten COVID-Variante?

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Von Pascale Davies  mit Reuters, AFP
Corona-Virus-Varianten, Symbolbild, 02.12.2021
Corona-Virus-Varianten, Symbolbild, 02.12.2021   -   Copyright  AFP/Lionel Bonaventure

Nach dem Auftauchen der Omikron-Variante des Coronavirus gibt es nun erste Daten zu deren Symptomen.

Zunächst hatte Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt, die Omicron-Variante werde sich wahrscheinlich sehr schnell ausbreiten. Die Gesundheitsbehörde hat sie auch als "besorgniserregende Variante" eingestuft.

Wissenschaftler:innen und Expert:innen verfolgen aufmerksam die Daten aus Südafrika, wo die Variante erstmals gemeldet wurde.

Eine am 14. Dezember von Südafrikas größtem privaten Krankenversicherungsverwalter, Discovery Health, veröffentlichte Studie hatte herausgestellt, dass doppelt Geimpfte (mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff) einen 70%igen Schutz vor Krankenhausaufenthalten hatten.

Mildere Symptome

Zuvor hatte es bereits der Südafrikanische Rat für medizinische Forschung (SAMRC) eine Studie veröffentlicht, die darauf hindeutete, dass der Stamm eine mildere Infektion verursachen könnte als frühere Varianten.

Der Bericht beschreibt die Situation in den letzten zwei Wochen im Steve Biko/Tshwane District Hospital Complex in der Provinz Gauteng, wo die Variante zuerst entdeckt wurde.

Bemerkenswert waren vor allem zwei Sachen: zum einen mussten mehr jüngere Menschen wegen einer Omikron-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Das erklären die Autor:innen mit den geringen Impfraten bei diesen Patient:innen. Zum anderen mussten die meisten der Patient:innen nicht beatmet werden, sie kamen meist aus einem anderen medizinischen Grund ins Krankenhaus, wo dann ihre Infektion festgestellt wurde.

Ähnliches hatten die Beoachtungen einer südafrikanischen Ärztin, Dr. Angelique Coetzee ergeben, die erklärte, dass die Symptome der Omicron-Variante sehr mild ausfielen.

Coetzee, eine Privatärztin und Vorsitzende der südafrikanischen Ärztevereinigung, erklärte gegenüber Reuters, dass sie am 18. November in ihrer Klinik sieben Patienten mit anderen Symptomen als der vorherrschenden Delta-Variante bemerkte, die allerdings "sehr mild" waren.

Sie behandelte etwa 30 Patient:innen und sagte, dass das häufigste Merkmal Müdigkeit zu sein scheint.

Wie unterscheiden sich die Symptome bei Omikron von anderen Varianten?

Müdigkeit war eines der Hauptsymptome, über die ihre Patienten berichteten, so Dr. Coetzee.

Weitere Symptome waren leichte Kopfschmerzen, Körperschmerzen und ein Kratzen im Hals.

Anders als bei der Delta-Variante hätten die Patienten jedoch bisher nicht über Geschmacks- oder Geruchsverluste berichtet. Auch der Sauerstoffgehalt im Blut war nicht wesentlich gesunken.

Wie wurde Omicron entdeckt?

Coetzee berichtete über einen Patienten, der am Ende November in ihre Klinik kam und "extreme Müdigkeit" schilderte, die er für die Dauer von zwei Tagen gehabt habe. Außerdem bemerkte er Glieder- und Kopfschmerzen.

Die Symptome in diesem Stadium glichen sehr stark einer normalen Virusinfektion. Die Ärztin ließ jedoch einen Corona-Test machen. Es stellte sich dann heraus, dass der Patient und seine gesamte Familie positiv waren.

Am selben Tag meldeten sich weitere Patienten mit ähnlichen Symptomen, woraufhin sie feststellte, dass "etwas anderes im Gange war".

Seitdem kamen täglich etwa zwei bis drei Patient:innen zu ihr, die alle ähnliche Erlebnisse schilderten.

"Während der dritten Welle gab es unheimlich viele Delta-Patienten. Und das passte nicht in das klinische Bild", sagte sie und fügte hinzu, dass sie ihre Untersuchungen noch am selben Tag an das zuständige Institut (National Institute for Communicable Diseases, NICD) weiterleitete.

"Die meisten von ihnen zeigten sehr, sehr leichte Symptome und keiner von ihnen musste stationär aufgenommen werden. Wir könnten diese Patient:innen konservativ zu Hause zu behandeln", sagte sie.

Wen trifft die Omikron-Variante am meisten?

Coetzee hat vor allem Menschen behandelt, die 40 Jahre oder jünger sind. Fast die Hälfte der Patient:innen, die mit Omikron-Symptomen zu ihr kamen, waren ungeimpft. Allerdings warnt sie davor, die Infektion auf die leichte Schulter zu nehmen. Über die Auswirkungen der Omicron-Variante bei älteren Patienten sei noch nicht viel bekannt.