Boston Dynamics zeigte Atlas erstmals öffentlich. Der humanoide Roboter ist kein Prototyp mehr. Nvidia erwartet autonomes Fahren bald auf den Straßen.
Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) treibt Robotik und autonomes Fahren voran. Beides zählt in dieser Woche zu den zentralen Themen der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas.
Am Montag stellte der Chipriese Nvidia seine Pläne für autonomes Fahren vor. Gleichzeitig zeigte Boston Dynamics, eine Hyundai-Tochter, den humanoiden Roboter Atlas erstmals öffentlich. Das Unternehmen erklärte, Atlas sei kein Prototyp mehr.
Das sind einige der wichtigsten Neuerungen.
Hyundai zufolge entlastet Atlas Menschen bei repetitiven körperlichen Arbeiten, etwa beim Tragen von Gegenständen. Er übernimmt auch riskantere Tätigkeiten. Damit lege Atlas den Grundstein für die Kommerzialisierung von Robotern und für eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.
Auf der Bühne lief der Roboter einige Minuten umher und winkte dem Publikum.
Eine Produktversion, die beim Zusammenbau von Autos hilft, befindet sich laut Hyundai bereits in der Fertigung und soll bis 2028 im Werk für Elektrofahrzeuge im US-Bundesstaat Georgia eingesetzt werden.
Hyundai präsentierte zudem eine umfassende Robotikstrategie, darunter den sogenannten MobED Droid, einen rollenden Bot für unterschiedliches Gelände. Er gewann zum Auftakt der Messe einen CES 2026 Innovation Award.
Boston Dynamics tauchte auch in der Nvidia-Pressekonferenz auf, die zeitgleich mit der Hyundai-Veranstaltung lief.
Der Chipriese kündigte eine strategische KI-Partnerschaft mit Boston Dynamics und Google DeepMind an.
„Der ChatGPT-Moment für die Robotik ist da. Durchbrüche in physischer KI, also in Modellen, die die reale Welt verstehen, überlegen und Handlungen planen, eröffnen völlig neue Anwendungen“, sagte Nvidia-Gründer und Vorstandschef Jensen Huang.
Huang brachte ebenfalls Roboter mit auf die Bühne. Es handelte sich um kleine Star-Wars-Modelle, die BDX-Droiden. Sie sind nicht so nützlich wie Atlas, tragen wohl kaum etwas. Aber sie sind sehr niedlich.
Nvidia nimmt die Straßen ins Visier
Eine weitere zentrale Botschaft von Nvidia sind die Pläne für autonomes Fahren.
Dazu startet ein Pilotprojekt im neuen Mercedes-Benz CLA. Nvidia kündigte den Marktstart in den Vereinigten Staaten für das erste Quartal an und in Europa für das zweite Quartal. Danach folgt Asien.
Die zugrunde liegende Technologie heißt Alphamayo. Nvidia stellte sie am Montag vor.
Alphamayo umfasst frei verfügbare KI-Modelle, Datensätze und Simulationswerkzeuge. Damit lassen sich physische Roboter und Fahrzeuge trainieren.
Das System hilft autonomen Fahrzeugen, unterschiedliche Verkehrssituationen zu durchdenken, etwa an Kreuzungen.
„Alphamayo verarbeitet nicht nur Sensordaten und steuert Lenkrad, Bremsen und Beschleunigung“, sagte Huang.
„Es überlegt zudem, welche Aktion als Nächstes sinnvoll ist. Es erklärt, was es tun wird, und warum. Und natürlich den geplanten Fahrweg.“
Die Technologie ist Open Source. Andere Unternehmen können sie also auf ihre Bedürfnisse zuschneiden.