Künstliche Intelligenz zieht in fast alles ein, auch in viele Laptops. Was wir zur CES 2026 erwarten dürfen: Tech-Unternehmen streuen bereits erste Hinweise.
Die weltweit größte Technologiemesse startet am Dienstag in Las Vegas. Zuvor gab es zwei Tage Medienvorschauen, die den Ton für die neuesten Geräte und Roboter setzen.
Die Messe, früher als Consumer Electronics Show bekannt, holt mehr als 4.500 Aussteller in die USA, darunter 1.400 Start-ups und Unternehmen wie Meta, Lenovo, Samsung und Nvidia.
Nach den Zahlen für 2025 lockte die Show im vergangenen Jahr an mehreren Standorten mehr als 140.000 Menschen an. Die CES im vergangenen Jahr startete zudem vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheit. Zölle bestimmten die Agenda in einer neuen politischen Landschaft unter der Trump-Regierung.
„Ein Jahr später wirkt die Lage weiterhin in Bewegung. Die Messe richtet den Blick zwar traditionell auf vernetzte Geräte. Am Ende geht es aber darum, wie wir mit ihnen umgehen und welche Inhalte wir nutzen“, sagte der Tech-Analyst Paolo Pescatore.
KI in allem und Chipkriege
Künstliche Intelligenz soll in fast allem stecken. Die Branche entwickelt weiter Angebote, die Verbraucher wirklich kaufen wollen.
Nvidia-Chef Jensen Huang steht auf der Bühne und zeigt die neuesten Produktivitätslösungen des Unternehmens. AMD-Chefin Lisa Su hält die Keynote und will ihre Vision für künftige KI-Lösungen teilen.
Auch in anderen Keynotes dürfte KI dominieren, etwa bei Lenovo-Chef Yuanqing Yang.
Ein Chipkrieg ist sicher. Intel hat bereits die nächste Core-Ultra-Plattform „Panther Lake“ enthüllt. Qualcomm kündigte den nächsten mobilen Windows-on-Arm-Prozessor an: Snapdragon Elite X2.
Die Laptop-Schlacht
Das dürfte eine Flut neuer Laptop-Ankündigungen auslösen. LG hat bereits Gram-Pro-Laptops für 2026 angekündigt, darunter laut Unternehmen den „leichtesten 17-Zoll-RTX-Laptop“ der Welt.
„Wenn ich eines garantieren kann, dann dies: Auf der CES 2026 mangelt es nicht an Laptops. Hauptgrund ist eine neue Chipfamilie von Intel. Sie verspricht viel Leistung, auch für Spiele, und lange Akkulaufzeiten. Was davon bleibt, wird man sehen“, sagte Tim Danton, Chefredakteur von PC Pro und Autor von The Computers That Made Britain.
„Ich rechne außerdem mit vielen spannenden neuen Designs, darunter rollbare Displays. Mit etwas Glück werden sie so reparierbar wie nie“, sagte er Euronews Next.
Daneben kommen Neuheiten aus Gesundheit, Fahrzeugtechnik, Wearables und Gaming.
Haushaltsroboter
Sony Honda Mobility dürfte eine Serienversion seines Afeela-Elektroautos zeigen. Auch bei Haushaltsrobotern werden weitere Premieren erwartet.
Der südkoreanische Techriese LG hat bereits angekündigt, einen Helfer namens „CLOiD“ vorzuführen. Er soll ein „breites Spektrum an Aufgaben im Haushalt“ übernehmen.
„Da werden einfach humanoide Roboter herumgehen und Dinge erledigen“, sagte Ben Bajarin, CEO und Chefanalyst bei Creative Strategies.
„Das ist so etwas wie physische KI. Also KI, die nicht nur als Software auf dem Computer steckt, sondern sich nun auch körperlich zeigt, inklusive Automobilen. Vollautonomie, selbstfahrende Autos und autonome humanoide Roboter: Davon wird es aus meiner Sicht im Übermaß zu sehen geben.“
Samsung setzt derweil stark auf OLED, eine Display-Technologie. Das südkoreanische Unternehmen will sie in Konzepten für sogenannte Edge-Geräte integrieren, damit KI-Geräte besser aussehen. Ein Beispiel ist der AI OLED Bot, ein kleiner Roboter, der als Lehrassistent an einer Universität eingesetzt wird.
Bajarin ergänzte, dass sich die jüngsten Sorgen vor einer überzogenen KI-Blase vorerst gelegt haben.
„Ich tendiere dazu: Das ist eher ein Ausbau als eine Blase“, sagte er.
„Wir sind früh in einem großen industriellen Investitionszyklus. Jetzt legen Unternehmen die Grundlage für künftige Rechenkapazität.“