"Wir arbeiteten mit LEGO-Designern und feilten am Sound. Wichtig ist, wie man ihn nutzt", sagte David Filon, Lucasfilms Kreativchef, gegenüber Euronews Next.
LEGOs neuer Smart Brick sorgt auf der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas für eines der größten Gesprächsthemen. Das passt in eine Zeit, in der zu viel Bildschirmzeit bei Kindern in der Kritik steht und das physische Spiel gelobt wird.
Euronews Next hat sich die Steine aus der Nähe angeschaut und eine Live-Demo erlebt, die zeigte, was sie können. Außerdem sprachen wir mit Führungskräften von LEGO und Lucasfilm, um zu erfahren, wie die Technik funktioniert.
Erstens: Der LEGO Smart Brick ist nicht nur ein einzelner Stein. Er arbeitet mit einem kleinen quadratischen Tag, der dem Smart Brick sagt, was er tun soll.
Man bringt den Tag am Smart Brick an. Dann schüttelt man den Stein, um ihn zu wecken.
Aktiviert leuchtet er, interagiert mit anderen Smart Bricks und gibt Töne von sich. Damit lassen sich zahlreiche Szenen nachspielen.
Was kann er?
Besonders beeindruckend ist, wie die Smart Bricks einander erkennen. In einer Vorführung gab es eine LEGO-Entenmutter mit ihren kleinen LEGO-Küken. Drehte die Entenmutter sich weg, wurden die vier Küken frech: Sie quakten und machten sogar Furzgeräusche. Schaute die Mutter wieder hin, war sofort Ruhe.
Ein weiteres Beispiel: Die Küken standen auf Skateboards und sollten einen Pokal treffen, in dem ebenfalls ein Smart Brick steckte. Jede Ente hatte einen andersfarbigen Smart Brick. Gewann die Ente, die dem Pokal am nächsten kam. Ein simples Spiel, doch der Technik-Kniff sorgte dafür, dass die Farbe der Ente zur Farbe des Smart Bricks im Pokal passte.
Die Smart Bricks kommen im März auf den Markt, vorerst nur in den LEGO-Star-Wars-Sets.
Mit einer ihrer markantesten Partnerschaften, der Filmreihe Star Wars, werden die Szenen mit der Smart-Brick-Technologie deutlich interaktiver.
Die Technik steckt auch in den Figuren. Darth Vader kann auf der Bühne singen. Chewbacca schnurrt, wenn man ihn streichelt. Und die Duelle zwischen Luke Skywalker und seinem Erzfeind werden mit Licht und Sound lebendig, wenn beide Schiffe aufeinander feuern.
„Wir haben viel Zeit mit den LEGO-Designern verbracht, um das zum Leben zu erwecken und alle Sounds fein abzustimmen. Es geht aber auch darum, wie man die Sounds einsetzt“, sagte David Filon, Chief Creative Officer von Lucasfilm, Euronews Next.
„Ein Teil des Spaßes ist das Entdecken im Spiel. Bewegt man die Dinge anders, sausen sie herum. Die Sternjäger verändern je nach Tempo ihren Klang. Dreht man sie um, ergeben sich wieder neue, witzige Effekte“, fügte er hinzu.
Die Vorteile des physischen Spiels
Die Entwicklung läuft seit acht Jahren. Es gibt keine Batterie, geladen wird auf einem Ladepad. Jeder Smart Brick entspricht einem Standardstein mit zwei mal vier Noppen und hält rund 45 Minuten.
Angesichts der Debatte über die Bildschirmzeit von Kindern sei diese Innovation eine Chance, das physische Spiel zu vertiefen, sagte Tom Donaldson, Senior Vice President bei der LEGO Group.
Er sagte Euronews Next, LEGO habe viele Bildschirm-Erlebnisse, auf die das Unternehmen stolz sei. Physisches Spiel biete jedoch „eine enorme Zahl an Vorteilen“.
„Und selbst jenseits von Vorteilen: Es macht auf viele Arten Spaß – bauen, sich hinter Sofas verstecken. Selbst wenn einen mal ein Dartpfeil trifft und es kurz wehtut. Ich glaube, je stärker Technologie miniaturisiert und sich verbreitet, desto leichter lässt sich dieses physische Spiel vertiefen.“
Donaldson zeigte sich „zuversichtlich“, dass dies der Anfang ist und andere Firmen nun überlegen, wie sie physisches Spiel stärken können.
„Ich hoffe, fantasievolles Spiel wird insgesamt immer stärker – in all seinen Formen, digital wie hier auf der physischen Seite“, fügte er hinzu.