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Australiens Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige: Bilanz nach einem Monat

Sydney, Montag, der achte Dezember 2025: Ein Schulmädchen schaut auf ihr Handy und geht mit einer Kindergruppe.
Eine Schülerin nutzt ihr Handy. Sie geht mit einer Kindergruppe durch Sydney. Montag, den achten Dezember zweitausendfünfundzwanzig. Copyright  AP Photo/Rick Rycroft
Copyright AP Photo/Rick Rycroft
Von Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am
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Australien hat bekanntgegeben: Social-Media-Plattformen löschten fast fünf Millionen Konten von Teenagern.

Seit einem Monat gelten in Australien die weltweit strengsten Regeln für soziale Medien für Kinder: Unter sechzehn dürfen sie die Plattformen nicht mehr nutzen. In dieser Zeit haben soziale Netzwerke fast fünf Millionen Konten von Minderjährigen gelöscht.

Die Internetaufsicht des Landes teilte am Donnerstag mit, dass die Unternehmen rund 4,7 Millionen Konten von Minderjährigen unter sechzehn gelöscht haben, um das Gesetz einzuhalten. Es trat am zehnten Dezember in Kraft.

Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zeigen früh, dass große Plattformen spürbar handeln, damit Minderjährige unter sechzehn keine Konten haben, sagte die eSafety-Kommissarin.

„Ich bin mit diesen vorläufigen Ergebnissen sehr zufrieden“, sagte die eSafety-Kommissarin Julie Inman Grant.

„Es ist klar, dass eSafetys regulatorische Leitlinien und die Zusammenarbeit mit den Plattformen bereits viel bewirken.“

Die Zahlen sind die ersten Regierungsdaten zur Einhaltung der Vorschriften. Sie deuten darauf hin, dass Tech-Firmen spürbare Schritte unternehmen, um die Regeln einzuhalten.

Auch andere Länder blicken auf ähnliche Gesetze. Dänemark etwa kündigte im November an, dass es eine Vereinbarung gesichert hat, die den Zugang zu sozialen Medien für unter fünfzehn blockiert. Das könnte bis Mitte 2026 Gesetz werden.

Funktionieren die Regeln?

Die Regeln zielen nicht auf Eltern oder Kinder. Plattformen riskieren bei schweren oder wiederholten Verstößen Geldbußen von bis zu A$49,5 Millionen (V27 Millionen), wenn sie Minderjährige unter sechzehn zulassen.

Grant räumte ein, dass einige Konten von Minderjährigen unter sechzehn weiter aktiv sind. Es sei noch zu früh, um volle Compliance der Plattformen festzustellen. Erste Signale seien jedoch ermutigend.

„Manche Kinder werden kreative Wege finden, um auf sozialen Medien zu bleiben“, sagte sie. „Wie bei anderen Sicherheitsregeln in unserer Gesellschaft zählt der Erfolg an weniger Schaden und daran, dass sich kulturelle Normen neu ausrichten.“

Welche Folgen hat das?

Nach Angaben von Grant berichten drei der größten Anbieter für Altersprüfung im Land, die Einführung des Mindestalters für soziale Medien in Australien sei „vergleichsweise reibungslos“ verlaufen.

Die eigentliche Wirkung lasse sich aber nicht in Wochen oder Monaten messen. Sie werde wohl eine Generation prägen.

„Wir stehen erst am Anfang“, sagte Grant. „Es ist offensichtlich, dass Plattformen je nach Lage unterschiedlich vorgehen. Deshalb variieren die Daten und die bislang sichtbaren Ergebnisse.“

„Einige positive Veränderungen sieht man schon heute. Andere normative Entwicklungen und ihre positiven Auswirkungen auf australische Kinder und Familien brauchen womöglich Jahre, bis sie voll sichtbar werden.“

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