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Scarlett Johansson und Cate Blanchett: 800 Kunstschaffende nennen KI-Training „Diebstahl“

Archivfoto: Scarlett Johansson posiert bei ihrer Ankunft zur Premiere des Films „Transformers One“ am 19. September 2024 in London.
Scarlett Johansson posiert bei ihrer Ankunft zur Premiere des Films „Transformers One“ in London für Fotografen. Archivaufnahme vom 19. September 2024. Copyright  Photo by Scott A Garfitt/Invision
Copyright Photo by Scott A Garfitt/Invision
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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In den USA laufen derzeit rund 60 Klagen. Kreative und Rechteinhaber ziehen gegen KI-Unternehmen vor Gericht. Es geht um Urheberrechte.

Rund 800 Künstlerinnen und Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet. Darin werfen sie Tech-Unternehmen „Diebstahl“ urheberrechtlich geschützter Werke vor, um ihre KI-Modelle zu trainieren.

Autorinnen und Autoren, Musikerinnen und Musiker sowie Schauspielerinnen und Schauspieler gehören zu den Unterzeichnern. Darunter Scarlett Johansson, Cate Blanchett, die Band R.E.M. und Vince Gilligan, der Schöpfer von „Breaking Bad“. Der Brief stammt von der Initiative „Stealing Isn’t Innovation“ der Human Artistry Campaign.

Der Brief fordert „ethische“ Partnerschaften statt „Diebstahl“.

KI-Unternehmen sehen sich zahlreichen Urheberrechtsklagen gegenüber. Künstlerinnen und Künstler sowie ihre Vertreter werfen ihnen vor, geschützte Werke ohne Erlaubnis zum Training zu nutzen. Bisher fällt die Bilanz der verhandelten oder beigelegten Fälle gemischt aus.

„Amerikas kreative Szene ist weltweit begehrt. Sie schafft Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Exporte“, heißt es in dem offenen Brief.

„Doch statt dieses wertvolle Gut zu achten und zu schützen, nutzen einige der größten Tech-Konzerne, viele von Private Equity und anderen Geldgebern unterstützt, die Werke amerikanischer Kreativer, um ohne Erlaubnis und ohne Rücksicht auf das Urheberrecht KI-Plattformen aufzubauen.“

In den USA laufen rund 60 Verfahren, in denen Kreative und Rechteinhaber gegen KI-Firmen klagen. Ähnliche Fälle sind auch in Europa anhängig.

KI-Unternehmen trainieren ihre Modelle mit großen Datenmengen, darunter Texte, Bilder, Musik und Videos. Die Modelle lernen daraus Muster und erzeugen neue Inhalte.

Ein Großteil dieses Trainingsmaterials wird ohne Zustimmung der Rechteinhaber aus dem Internet gescrapet, darunter Bücher, Artikel, Kunstwerke, Fotografien und Musik. Die Unternehmen argumentieren, das falle unter „Fair Use“. Kunstschaffende halten dem entgegen, es handle sich um unerlaubtes Kopieren, das ihre Existenz und ihre Rechte am geistigen Eigentum untergräbt.

Im Jahr 2024 geriet OpenAI nach Kritik von Scarlett Johansson unter Druck. Die Advanced-Voice-Funktion klang ihrer Stimme im Film „Her“ von 2013 ähnlich. Ihre Rechtsvertreter schickten OpenAI Schreiben und erklärten, das Unternehmen habe kein Recht, eine ihrer Stimme ähnliche Stimme zu verwenden. OpenAI pausierte daraufhin die Stimme „Sky“.

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