Die Artemis-II-Crew hätte eigentlich schon Anfang des Jahres zu einem Flug um den Mond starten sollen. Doch Treibstofflecks und weitere Probleme mit der SLS-Rakete machten den Plan zunichte.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die NASA am Freitag ihre Mondrakete aus dem Hangar in Richtung Startrampe gerollt. Die Raumfahrtbehörde hofft, im kommenden Monat vier Astronautinnen und Astronauten zu einem Flug um den Mond zu schicken.
Die 98 Meter hohe Rakete machte sich mitten in der Nacht auf den langsamen 6,4-Kilometer-Weg, transportiert auf einem riesigen Raupentransporter, der seit der Apollo-Ära der 1960er-Jahre im Einsatz ist. Der Transport sollte zwölf Stunden dauern. Starker Wind stoppte den Konvoi jedoch für mehrere Stunden.
Wenn die jüngsten Reparaturen halten und sonst alles nach Plan läuft, könnte das Space Launch System bereits am ersten April vom Kennedy Space Center in Florida abheben. Die Besatzung von Artemis II hat sich diese Woche in Houston in Quarantäne begeben.
Drei US-Amerikaner und ein Kanadier sollen in ihrer Kapsel den Mond umrunden und anschließend ohne Zwischenstopp zur Erde zurückkehren.
Die Artemis-II-Crew hätte bereits Anfang dieses Jahres zu einem Mond-Umflug starten sollen, doch Treibstofflecks und weitere Probleme mit der Space-Launch-System-Rakete verhinderten den Start.
Im Februar konnte die NASA die Wasserstoff-Lecks an der Startrampe zwar abdichten. Ein Problem mit dem Heliumfluss zwang die Behörde jedoch, die Rakete zur Reparatur in das Vehicle Assembly Building zurückzubringen. Dadurch rutschte die Mission in den April.
Zuletzt schickte die NASA mit Apollo 17 im Jahr 1972 Astronauten zum Mond. Das neue Artemis-Programm peilt für 2028 eine Landung mit zwei Personen an.