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NASA stellt Plan für ständige Mondbasis von Präsident Trump vor

USA planen bis 2030 ständigen Stützpunkt auf der Mondoberfläche
USA planen ständige Mondbasis bis 2030 Copyright  Canva
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Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am
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US-Präsident Donald Trump setzte der Behörde eine Frist bis zum Jahr zweitausenddreißig, um eine dauerhaft bewohnte Mondbasis aufzubauen.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA stellt ihre Strategie für die Erforschung des Weltraums neu auf. Sie plant, wieder Menschen zum Mond zu schicken und dort eine dauerhafte Basis zu errichten.

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Bei der NASA-Veranstaltung „Ignition“ stellten Verantwortliche Pläne vor, die Mondmissionen zu beschleunigen. Sie wollen unter anderem nuklear angetriebene Raumfahrzeuge im All testen und mehrere künftige Forschungsmissionen vorbereiten, um den Vorsprung der USA im neuen Wettlauf zum Mond zu sichern.

„Die Uhr läuft in diesem Wettbewerb der Großmächte, und über Erfolg oder Misserfolg wird in Monaten, nicht in Jahren entschieden“, sagte NASA-Administrator Jared Isaacman in einer schriftlichen Erklärung am Dienstag.

NASA begründete die Neuausrichtung damit, dass sie die Arbeit der Behörde stärker an der Nationalen Weltraumpolitik der USA ausrichten wolle.

Die Strategie (Quelle auf Englisch), die im vergangenen Dezember veröffentlicht wurde, gibt vor, dass NASA wieder Astronautinnen und Astronauten zum Mond schickt, die Rolle der USA in der kommerziellen Raumfahrt neu definiert und eine führende Rolle bei der Erforschung des Alls übernimmt.

Mondbasis: NASA legt Stufenplan vor

Am Dienstag stellte NASA einen Stufenplan für den Aufbau einer dauerhaften Mondbasis vor. In einer ersten Phase schicken die USA Rover, Messgeräte und andere Technik auf die Oberfläche des Erdtrabanten. Sie sollen klären, wie sich dort Energie erzeugen lässt. Forschende wollen außerdem testen, wie Kommunikation auf dem Mond funktioniert und wie sich die Oberfläche sicher navigieren lässt.

In der nächsten Phase entstehen erste bewohnbare Strukturen auf dem Mond. Zudem sollen regelmäßige Transportflüge anlaufen. Dafür arbeitet NASA mit der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA zusammen, deren druckbeaufschlagter Rover für Lieferungen eingesetzt werden soll.

Am Ende des Plans stehen größere Materialtransporte und schließlich erneute bemannte Flüge. Sie sollen eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond ermöglichen – weg von kurzen Besuchen, hin zu einer festen Basis.

Dafür hat die Behörde bereits Vereinbarungen mit Italien und Kanada geschlossen. Weitere Beiträge in den Bereichen Wohnen, Mobilität auf der Oberfläche und Logistik sollen folgen.

Eine im Dezember erlassene Präsidentenverfügung verpflichtet NASA, bis 2030 einen permanenten Außenposten auf dem Mond aufzubauen. Er soll eine dauerhafte Präsenz sichern und spätere Marsmissionen unterstützen.

Stattdessen legt NASA die Pläne für die Raumstation Gateway (Quelle auf Englisch) vorerst auf Eis, um den Aufbau der Mondbasis voranzutreiben.

Gateway, das ursprünglich für 2027 geplant war, sollte als Zwischenstation für Astronautinnen und Astronauten, Forschung und Fracht dienen und längere Aufenthalte auf Mond und Mars ermöglichen.

Die Behörde änderte zudem die Ziele von Artemis III. Die Mission, die 2027 starten soll und ursprünglich eine Mondlandung vorsah, testet nun Systeme und Abläufe des Raumschiffs im Erdorbit.

Die darauffolgende Mission Artemis IV soll 2028 wieder Menschen auf die Mondoberfläche bringen.

Nach Artemis III will NASA alle sechs Monate eine Mondmission starten und mindestens einmal pro Jahr eine Landung versuchen.

Raumschiffe mit Nuklearantrieb im All

Über den Mond hinaus plant die Behörde das erste nuklear betriebene interplanetare Raumfahrzeug. Es soll noch vor Ende 2028 zum Mars fliegen.

Das Raumschiff trägt den Namen „Space Reactor-1 Freedom“. Es erprobt einen sogenannten nuklear-elektrischen Antrieb, der effiziente Flüge mit hoher Leistung im tiefen Weltraum ermöglichen soll, wo Solarpaneele kaum noch Energie liefern.

Bei seiner Ankunft auf dem Mars setzt Space Reactor-1 eine Gruppe kleiner Hubschrauber ab, die sogenannte Skyfall-Nutzlast. Die Fluggeräte sollen die Oberfläche des Planeten erkunden.

Mit dem Start von Space Reactor-1 will NASA auch Sicherheitsvorschriften und Startabläufe für weitere Missionen erproben.

Neue Forschungsmissionen

NASA stellte zudem mehrere anstehende Forschungsprojekte vor.

Geplant ist unter anderem das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop. Das Programm soll die Erforschung der Dunklen Energie voranbringen – jener bislang rätselhaften Form von Materie, die nach heutigem Stand die Ausdehnung des Universums antreibt.

Im Rahmen der Mission Dragonfly startet 2028 ein nuklear angetriebener Oktokopter – eine Drohne mit acht Rotoren. Sie soll 2034 auf dem Saturnmond Titan eintreffen und dessen komplexe, organisch reiche Umgebung untersuchen.

2028 startet NASA die Mission Dragonfly (Quelle auf Englisch). Sie schickt einen nuklear angetriebenen Robotik-Lander mit acht Rotoren zum Titan, dem größten Mond des Saturn. Nach der Ankunft 2034 wird das Fluggerät über die Oberfläche steuern und nach Hinweisen auf Chemie und Geologie suchen, die lebensfreundliche Bedingungen ermöglichen könnten.

NASA will 2028 auch den von der europäischen Raumfahrtagentur ESA entwickelten Rover Rosalind Franklin zum Mars schicken. An Bord befindet sich ein Massenspektrometer, das organische Moleküle nachweisen und analysieren soll.

Außerdem startet im kommenden Jahr eine neue Erdbeobachtungsmission. Sie untersucht die Entstehung konvektiver Stürme, um Vorhersagen extremer Wetterereignisse bis zu sechs Stunden im Voraus zu verbessern.

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