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Sam Altman: Bisher keine Jobapokalypse durch KI

OpenAI-Chef Sam Altman spricht mit Medienvertretern bei der Vorstellung der Integration von Microsofts Suchmaschine Bing und des Edge-Browsers mit OpenAI.
OpenAI-Chef Sam Altman spricht mit Journalistinnen und Journalisten bei der Vorstellung der Integration von Microsofts Suchmaschine Bing und dem Browser Edge mit OpenAI. Copyright  AP Photo/Stephen Brashear- FILE
Copyright AP Photo/Stephen Brashear- FILE
Von Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am
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OpenAI-Chef räumt Fehleinschätzung beim Tempo des KI-Jobabbaus ein, schließt spätere Arbeitsplatzverluste aber nicht aus.

Der Boom rund um künstliche Intelligenz wird nach Ansicht von OpenAI-Chef Sam Altman nicht in einer „Apokalypse auf dem Arbeitsmarkt“ enden. Am Dienstag räumte er ein, dass seine früheren Prognosen zu den Folgen der Technologie für Jobs danebenlagen.

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Bei einem Auftritt in Sydney auf einer Konferenz der Commonwealth Bank of Australia (CBA) sagte er, bei den technischen Prognosen rund um den Start von ChatGPT im Jahr 2022 habe OpenAI „in etwa richtig“ gelegen. Bei den sozialen und wirtschaftlichen Folgen seien sie jedoch „ziemlich falsch“ gewesen, berichtete Reuters.

Altman hatte zuvor vorausgesagt, KI könne den historischen Rhythmus des Jobwechsels stark beschleunigen – bislang wechselt etwa die Hälfte aller Stellen innerhalb von 75 Jahren den Inhalt oder verschwindet ganz – und diesen Prozess in ein deutlich kürzeres Zeitfenster drücken.

Er hatte auch prognostiziert, dass zuerst Stellen im Kundenservice wegfallen würden. Er zeigte sich „zuversichtlich, dass viele heutige Support-Jobs am Telefon oder am Computer verschwinden werden und diese Menschen ihre Arbeit verlieren“.

„Ich bin froh, dass ich mich geirrt habe“, sagte Altman im Gespräch mit CBA-Chef Matt Comyn. „Ich hatte erwartet, dass Einstiegsjobs im Bürobereich heute schon viel stärker verschwunden wären, als es tatsächlich der Fall ist.

Inzwischen glaube er zu verstehen, warum das nicht passiert sei, fügte Altman hinzu. „Darüber bin ich natürlich dankbar, aber in diesem Bereich lagen meine Instinkte einfach daneben.

Viele hätten ihm vorgehalten, er hätte der Welt viel Angst und Schwarzmalerei ersparen können. „Damals dachte ich: Ich sehe hier ein echtes Risiko, darüber sollten wir reden – und vielleicht besteht es ja noch immer“, sagte er.

Technologiekonzerne, darunter Meta, hatten allerdings erst vergangene Woche Stellenstreichungen angekündigt, um ihr Geschäft stärker auf KI auszurichten.

Im Mai bestätigte Cisco, dass der Konzern rund 4.000 Beschäftigte entlässt. Vorstandschef Chuck Robbins schrieb in einem Blogeintrag: „Die Unternehmen, die im KI-Zeitalter gewinnen, sind diejenigen mit Fokus, Dringlichkeit und der Disziplin, Investitionen konsequent in die Bereiche zu verlagern, in denen Nachfrage und langfristige Wertschöpfung am größten sind.“

Eine Studie des Technologiemarktforschers Gartner (Quelle auf Englisch) kommt zu dem Ergebnis, dass zwar rund achtzig Prozent der Führungskräfte offen einräumen, Personal abzubauen, um mehr in KI zu investieren. Die Daten zeigen jedoch: Firmen profitieren stärker, wenn sie ihren Beschäftigten KI-Werkzeuge an die Hand geben, um effizienter zu arbeiten, statt sie zu entlassen.

Altman betonte am Dienstag dennoch, dass trotz des Einzugs von KI in die Arbeitswelt ein „menschlicher Teil“ der Arbeit bleibe, den keine Maschine ersetzen könne.

Er berichtete, er lasse zwar E-Mails und Slack-Nachrichten teilweise von einer KI beantworten, sei aber dazu übergegangen, manche Nachrichten doch wieder selbst zu schreiben.

„Die KI antwortete mit dem Hinweis: ‚Dies ist Sams KI‘ – und für mich war das ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie wichtig uns echte Menschen weiterhin sind“, sagte Altman.

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