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Neues Netzwerk W: Europas jüngste Alternative zu großen sozialen Plattformen

Europa: Soziale Plattform „W“ greift US-Techkonzerne an
Soziale Medienplattform "W": Neuester europäischer Herausforderer für US-Techriesen Copyright  Canva
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Von Anna Desmarais
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Die in Schweden beheimatete Plattform „W“ ist der jüngste Neuzugang unter den sozialen Netzwerken, die US-Techkonzerne ablösen wollen.

Die EU-Kommission hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie sich der neuen, in Europa entwickelten alternativen Social-Media-Plattform „W“ anschließt.

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Die Plattform war im Januar erstmals beim Weltwirtschaftsforum vorgestellt worden. Sie setzt nach eigenen Angaben auf „verifizierte menschliche Nutzer, Transparenz, Datenschutz und freie Meinungsäußerung“.

W hat seinen Sitz in Schweden. Laut Website steht hinter dem Projekt ein Team von Unternehmerinnen und Unternehmern aus Medien, Technologie und Künstlicher Intelligenz. In dieser Woche ist eine Beta-Version gestartet. Nutzerinnen und Nutzer müssen sich zunächst beim Team von „W“ bewerben und prüfen lassen, bevor sie Beiträge veröffentlichen können.

Auch hochrangige EU-Vertreter nutzen die Plattform bereits, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa.

Vor dem Zugang müssen Nutzerinnen und Nutzer sich verifizieren. Sie können dafür ihren Klarnamen angeben oder dies anonym über W Identity tun. Die separate App scannt den Pass oder den Personalausweis und bestätigt die Identität direkt auf dem Gerät.

Geschäftsführerin Anna Zeiter sagte Euronews bereits zuvor, die Plattform wolle ihre Daten auf „europäischen Servern im Besitz europäischer Unternehmen“ speichern und Investoren auf Firmen mit Sitz in Europa beschränken.

Damals erklärte Zeiter, W wolle dazu den verschlüsselten Schweizer E-Mail-Dienst Proton und die in Finnland ansässige Cloud-Computing-Plattform UpCloud nutzen, um die Datenschutzvorgaben der EU einzuhalten.

Der Start fällt in eine breitere Debatte über technologische und KI-Souveränität in Europa. Unternehmen, Staaten und Bürgerinnen und Bürger sollen sich stärker von den großen Tech-Konzernen aus den USA lösen.

Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Deutschland und die Niederlande, warnen, eine zu große Abhängigkeit von Big Tech könne Risiken für die nationale Sicherheit und für den Schutz sensibler Daten schaffen.

Weitere alternative Social-Media-Plattformen

W ist nur eine von mehreren neuen alternativen Social-Media-Plattformen aus Europa. Dazu zählen Bulle (Französisch für „Blase“), Eurosky, Monnett und eYou.

Einige dieser Plattformen haben in der vergangenen Woche eine Erklärung unterzeichnet. Darin verpflichten sie sich, einen europäischen „Social Stack“ aufzubauen. Er soll eine „vielfältige und belastbare Infrastruktur“ schaffen und Europa von großen monopolistischen Plattformen mit „autoritärer Governance“ unabhängiger machen.

Expertinnen und Experten haben Euronews Next bereits berichtet, wie schwer es für alternative Netzwerke ist, ein Publikum dauerhaft zu halten. Sie können meist nicht so komfortabel oder fesselnd sein wie die großen Plattformen, die darauf ausgelegt sind, die Nutzungsdauer immer weiter zu erhöhen.

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