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3 Mal so teuer wie ein Leopard 2: Neuer Leonardo-Rheinmetall-Panzer kostet 60 Millionen Euro

Leonardos neuer Kampfpanzer (MBT) auf der Sicherheits- und Verteidigungsmesse Eurosatory in Villepinte bei Paris, Montag, 15. Juni 2026
Leonardos neuer Kampfpanzer (MBT) ist am Montag, dem fünfzehnten Juni 2026, auf der Verteidigungs- und Sicherheitsmesse Eurosatory in Villepinte bei Paris zu sehen. Copyright  Aurelien Morissard/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
Copyright Aurelien Morissard/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
Von Andrea Barolini
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Auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 bei Paris haben Leonardo und Rheinmetall ihren gemeinsam entwickelten Panzer vorgestellt, der dreimal so viel kostet wie ein Leopard 2 oder ein US-M1A2 Abrams.

In der europäischen Rüstungsindustrie herrscht weiter Hochbetrieb. Auf der Eurosatory 2026, der internationalen Messe für Verteidigung und Sicherheit, haben die Branchengiganten Leonardo und Rheinmetall ihren neuen Kampfpanzer präsentiert. Er geht aus einem Joint Venture hervor, das die Namen beider Konzerne trägt: Leonardo Rheinmetall military vehicles (LRmv).

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Joint Venture Leonardo-Rheinmetall seit 2024

Die italienisch-deutsche Industriepartnerschaft ist vor zwei Jahren mit der Gründung des neuen Unternehmens entstanden. Beide Mutterkonzerne halten jeweils 50 % der Anteile. Der Rechtssitz liegt in Rom, der operative Standort in La Spezia. Nach Angaben von Leonardo soll das Joint Venture zu einem zentralen Hub für die Landverteidigung in Europa werden. Es entwickelt und vertreibt neue Gefechtsfahrzeuge und knüpft dabei an das vom italienischen Heer gestartete Erneuerungsprogramm für schwere Fahrzeuge an.

Grundlage ist ein Liefervertrag, der 2025 angelaufen ist. Das teuerste Programm betrifft die Landstreitkräfte. Vorgesehen sind Ausgaben von insgesamt 8,2 Milliarden Euro für den Kauf von rund 270 neuen Panzern aus der Produktion der deutschen Rheinmetall, die Leonardo für Italien anpasst. Ursprünglich wollte Rom mit der französischen KNDS zusammenarbeiten, die Verhandlungen sind jedoch gescheitert.

Großauftrag vom italienischem Heer

Die Partner wollen die neuen Panzer in ganz Europa verkaufen. Den Auftakt macht das auf der Eurosatory vorgestellte Modell namens Main Battle Tank (MBT).

Dieser MBT bildet das Herzstück des Joint Ventures LRmv. Zum Portfolio gehören auch die gepanzerten Lynx-Fahrzeuge, von denen die italienische Armee die ersten vier Exemplare im vergangenen Januar erhalten hat. Sie sollen die Ariete-Modelle aus den 1990er-Jahren ersetzen, die derzeit noch bei den Streitkräften im Einsatz sind.

Nach Angaben von Leonardo handelt es sich um Gefechtsfahrzeuge der neuesten Generation. Sie sind vollständig digitalisiert, bieten modernste Schutzfähigkeiten und lassen sich in einem Multi-Domain-Umfeld einsetzen. Das Gesamtvolumen des Programms liegt bei 23 Milliarden Euro. Die beiden Unternehmen rechnen mit möglichen Exporten im Wert von bis zu 50 Milliarden Euro.

Der neue Panzer kostet dreimal so viel wie ein US-M1A2 Abrams

Technisch basiert der neue Panzer auf dem deutschen Panther. Rheinmetall hat ihn mit einem System des sogenannten aktiven Schutzes ausgerüstet, dem StrikeShield. Es soll Raketen oder Lenkflugkörper auf kurze Distanz zerstören, bevor sie die Panzerung treffen. Ein weiteres System legt eine Rauchwolke um das Fahrzeug, um es zu tarnen. Außerdem trägt ein Turm eine 30-Millimeter-Kanone.

All das hat seinen Preis: rund 60 Millionen Euro pro Stück. Nach Einschätzung der Fachpresse ist das etwa das Dreifache des Preises eines deutschen Leopard 2 oder eines M1A2 Abrams. Letzterer steht derzeit im Dienst der US-Streitkräfte.

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